Die G7-Gesundheitsminister haben russische Angriffe auf ukrainische Gesundheitseinrichtungen verurteilt. Die Ressortchefs der sieben führenden Industrienationen seien sich einig, "dass der russische Angriffskrieg und insbesondere die Bombardierung von Gesundheitseinrichtungen eine nicht akzeptable, barbarische Reaktion gegen die Menschlichkeit ist", sagte Lauterbach am Donnerstag beim G7-Gesundheitsministertreffens in Berlin. Die G7-Staaten würden alles tun, "was wir tun können, um der Ukraine zu helfen".
Deutschland werde der Ukraine beim Wiederaufbau des Gesundheitssystems helfen, kündigte Lauterbach an. Konkret sei der Aufbau von Verbrennungszentren für besonders schwer verletzte Patienten sowie der Aufbau von Traumazentren geplant, sagte Lauterbach.
Zudem habe sein ukrainischer Amtskollege Wiktor Liashko darum gebeten, dass Deutschland Prothesen zur Verfügung stellt. "Es ist bestürzend, aber wahr, dass sehr viele zivile Opfer Gliedmaßen verloren haben, Arme und Beine verloren haben", sagte Lauterbach. Unter den Opfern seien auch sehr viele Kinder. "Wir wollen helfen, dass diese Kinder, aber auch die Erwachsenen, mit Prothesen versorgt werden", erklärte der Bundesgesundheitsminister.
Lauterbach verwies auch darauf, dass in der Ukraine durch den Krieg viele Krankenhäuser und Arztpraxen nicht mehr funktionsfähig seien sowie Medikamenten fehlten. In den kommenden Wochen solle intensiver beraten werden, wie der Wiederaufbau des Gesundheitswesens organisiert werden könne.