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Rund 11.000 Ukrainer an niedersächsischen Schulen angemeldet

16:42
16.05.2022
An den niedersächsischen Schulen sind bislang rund 11.000 Schülerinnen und Schüler nach ihrer Flucht aus der Ukraine angemeldet worden. Das teilte das Kultusministerium in Hannover am Montag auf Anfrage mit. Vor einer Woche hatte das Ministerium noch knapp 900 Schüler mehr verzeichnet - die Fluktuation erklärt sich das Ministerium auch mit den Entwicklungen im Kriegsgebiet.

So sei medial zu vernehmen, dass mit der Verlagerung des russischen Angriffskrieges in den Osten der Ukraine vermehrt Menschen in den westlichen Teil des Landes zurückkehren wollten. Dies könne sich auch auf die Zahl der ukrainischen Schüler in dem Bundesland auswirken. Zudem könnten Schulen etwa doppelt melden.

Insgesamt gibt es in Niedersachsen etwa 1,1 Millionen Schüler an rund 3000 Schulen. In Kitas im Bundesland sind demnach rund 800 Kinder aus der Ukraine angemeldet - etwa 100 mehr als noch vor einer Woche. Generell gilt, dass geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine, die ein Aufenthaltsrecht erlangt haben, im Bundesland schulpflichtig sind. Wer sich mit einem Besuchsvisum oder ohne Visum in Niedersachsen aufhält, ist es hingegen nicht. Bislang konnten laut Ministerium insgesamt 143 ukrainische Lehrkräfte und pädagogisches Personal eingestellt werden, weitere Einstellungsverfahren laufen demnach.

Denise Frommeyer

Moskau: Verletzte Kämpfer werden aus Werk in Mariupol herausgeholt

15:39
16.05.2022
Nach tagelangen Verhandlungen haben sich das russische und das ukrainische Militär nach Angaben aus Moskau darauf geeinigt, verletzte Kämpfer aus dem Stahlwerk in Mariupol herauszuholen. In der Ukraine gab es dafür zunächst keine offizielle Bestätigung. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Montag mit, dass eine Feuerpause gelte und ein humanitärer Korridor geöffnet werde. Die ukrainischen Kämpfer sollten in der von prorussischen Separatisten kontrollierten Stadt Nowoasowsk im Osten der Ukraine medizinisch versorgt werden.

Die Regierung in Kiew hatte stets gefordert, die Verletzten auf das von der Ukraine kontrollierte Gebiet oder in ein Drittland zu überstellen. Bereits am Morgen hatten prorussische Separatisten gemeldet, dass die ersten ukrainischen Kämpfer sich ergeben und das Stahlwerk mit weißen Fahnen verlassen hätten. Später wurde dies von ukrainischer Seite dementiert.

Nach ukrainischen Angaben sollen sich in der Industriezone des Unternehmens Azovstal rund 1000 Verteidiger Mariupols verschanzt haben. Hunderte von ihnen sollen verletzt sein. Der russische Präsident Wladimir Putin, der den Krieg gegen die Ukraine am 24. Februar begonnen hatte, forderte die Kämpfer wiederholt auf, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Das lehnten sie ab, weil sie sich nicht in russische Gefangenschaft begeben wollten.

Denise Frommeyer