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Erdogan sieht Nato-Beitritt von Finnland und Schweden kritisch

19:47
13.05.2022
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich kritisch über einen möglichen Nato-Beitritt von Finnland und Schweden geäußert. „Derzeit beobachten wir die Entwicklungen bezüglich Schwedens und Finnlands, aber wir haben keine positive Meinung dazu“, sagte Erdogan am Freitag. Skandinavische Länder seien geradezu „Gasthäuser für Terrororganisationen“ wie die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK.

Finnland und auch das benachbarte Schweden sind heute bereits enge Partner der Nato, offizielle Mitglieder bislang aber nicht. Russlands Einmarsch in die Ukraine hat jedoch in beiden Ländern eine intensive Nato-Debatte ausgelöst.

Denise Frommeyer

Habeck warnt Gegner der Ukraine-Hilfe: Kriegstreiber sitzen im Kreml

19:28
13.05.2022
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat die Kritiker der militärischen Unterstützung der Ukraine davor gewarnt, die Realität des russischen Angriffskrieges zu verdrehen. „Wer diejenigen, die der Ukraine helfen, als Kriegstreiber diffamiert, der stellt sich auf die Seite der Mörder“, sagte der Grünen-Politiker am Freitag in Köln beim Wahlkampfabschluss der Grünen zwei Tage vor der nordrhein-westfälischen Landtagswahl.

„Ich habe hohe Achtung vor einem bedingungslosen moralischen Pazifismus“, sagte Habeck. Er selbst komme aber zu einem anderen Schluss. Wenn man Menschen, die um ihr Leben kämpften, die unter Vergewaltigung und Vertreibung litten, nicht helfe, „dann macht man sich mindestens genauso schuldig, wahrscheinlich schuldiger“.

Habecks Rede wurde von Protestierenden mit Trillerpfeifen und Tröten gestört. Sie riefen unter anderem „Kriegstreiber“. „Das ist eine Verkehrung von jeglicher Moral“, rief Habeck. „Damit macht man sich gemein mit den Tätern und verachtet die Opfer.“ Die wahren Kriegstreiber in Europa säßen im Kreml.

Zugleich räumte Habeck ein, dass niemand aus dem Krieg „moralisch sauber rauskommt“. Auch er sei „nicht stolz“ auf die Waffenlieferungen an die Ukraine oder den Versuch, fossile Energien von Russland durch den Aufbau neuer fossiler Energiebeziehungen zu ersetzen. Habeck spielte damit darauf an, von russischem Öl und Gas wegzukommen und durch andere Lieferbeziehungen zu kompensieren. Dies sei aber notwendig, „wenn wir Putins Krieg nicht weiter finanzieren wollen“, sagte er.

dpa