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Putin: Können Gas und Öl auch in andere Länder exportieren

11:46
13.04.2022
Ungeachtet westlicher Diskussionen über einen Importstopp für russisches Gas und Öl hat Kremlchef Wladimir Putin sich mit Blick auf Russlands Energiesektor zuversichtlich gezeigt. „Was russisches Öl, Gas und Kohle angeht: Wir können ihren Bedarf auf dem heimischen Markt steigern, die Weiterverarbeitung von Rohstoffen stimulieren sowie die Lieferungen von Energieressourcen in andere Regionen der Welt erhöhen, wo sie wirklich gebraucht werden“, sagte Putin am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge.

Um das zu realisieren, werde Russland „alle verfügbaren Möglichkeiten“ nutzen, betonte der Kremlchef. Dazu gehöre auch der Ausbau innerrussischer Transportwege. Er ordnete an, noch in diesem Jahr mit dem Bau des sogenannten Nördlichen Breitenwegs zu beginnen - einer rund 700 Kilometer langen Eisenbahnstrecke südlich der Halbinsel Jamal.

Wegen Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Europäische Union einen Importstopp für russische Kohle beschlossen und weitere beispiellose Sanktionen verhängt. Vor einem Embargo für Öl und Gas schrecken Deutschland und andere Länder aber aus Furcht vor wirtschaftlichen Schäden bislang zurück.

Der Chef des russischen Rechnungshofes, Alexej Kudrin, räumte unterdessen deutlich spürbare Folgen der westlichen Sanktionen ein. „Natürlich muss unsere Wirtschaft umgebaut werden“, sagte Ex-Finanzminister. Sollten die Strafmaßnahmen auf dem bisherigen Niveau aufrechterhalten werden, werde eine erste Phase der Umstrukturierung ungefähr zwei Jahre dauern. Bislang importierte Waren durch heimische Produkte zu ersetzen, werde hingegen noch deutlich länger dauern.

Michael Rabba

Rund 23.700 Ukraine-Flüchtlinge sind in Niedersachsen angekommen

10:28
13.04.2022
Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine vor gut sieben Wochen sind 23 700 Flüchtlinge aus dem Land nach Niedersachsen gekommen. Das teilte eine Sprecherin des Innenministeriums am Mittwoch in Hannover mit. Darunter waren demnach rund 17 500 Menschen, die am Drehkreuz am Messebahnhof in Laatzen bei Hannover eingetroffen sind.

Auf dem Bahnhof und dem angrenzenden Messegelände wurde ein Drehkreuz zur Verteilung der Menschen aufgebaut. Viele bleiben nur wenige Stunden oder eine Nacht dort, bis es für sie in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland weitergeht. Mit diesem Drehkreuz sollen vor allem ostdeutsche Bundesländer entlastet werden. Somit kann nicht genau beziffert werden, wie viele Menschen auch tatsächlich in Niedersachsen bleiben.

Das Innenministerium verwies in der Vergangenheit darauf, dass die Zahl der Flüchtlinge noch deutlich höher liegen dürfte, weil viele Menschen bei Verwandten, Freunden oder in den Kommunen unterkommen.

Michael Rabba

Ukraine meldet Abschuss von russischem Kampfflugzeug Su-25

10:21
13.04.2022
Die ukrainischen Truppen haben eigenen Angaben zufolge ein russisches Erdkampfflugzeug vom Typ Su-25 abgeschossen. Insgesamt sei jedoch die Aktivität der russischen Luftwaffe wegen des schlechten Wetters zurückgegangen, teilte der ukrainische Generalstab am Mittwoch per Facebook mit.

Parallel dazu seien zivile Objekte in den Gebieten Charkiw und Saporischschja mit Raketen angegriffen worden. Der Artilleriebeschuss der ostukrainischen Metropole Charkiw werde fortgesetzt. Ebenso werden nach Angaben des Generalstabs in der belagerten südostukrainischen Hafenstadt Mariupol weiter ukrainische Positionen bombardiert. Im Hafengelände und in dem Stahlwerk Asowstal setzen die russischen Truppen ihre Angriffe demnach fort. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen.

Kiew mutmaßt, dass das verhängte „gelbe Terrorniveau“ in grenznahen Regionen und auf der annektierten Halbinsel Krim Berichte über die russische Truppenbewegungen erschweren soll. Seit Tagen wird eine neue russische Offensive in den ostukrainischen Gebieten Luhansk und Donezk erwartet. Ukrainischen Berichten zufolge erschwert jedoch starker Regen den Aufmarsch.

Michael Rabba