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Zahl der Toten in Kramatorsk steigt auf 50

16:18
08.04.2022
Die Zahl der Toten durch den Raketenangriff in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk ist nach offiziellen Angaben auf 50 gestiegen. Darunter seien fünf Kinder, sagte der Gouverneur des Gebiets Donezk, Pawlo Kyrylenko, am Freitag dem Portal „strana.news“ zufolge. Bei dem Angriff auf den Bahnhof der Stadt seien zudem 98 Menschen verletzt worden, davon 16 Kinder.
Auf dem Überrest eines Geschosses, das nahe des Bahnhofs gefunden wurde, steht auf Russisch „Für die Kinder“. Die prorussischen Separatisten, die Kramatorsk und das gesamte Gebiet Donezk beanspruchen, werfen den ukrainischen Truppen seit Jahren vor, sie würden mit wahllosem Beschuss auch Kinder in den selbst ernannten „Volksrepubliken“ töten. Dafür gibt es keine Beweise.

Die Ukraine macht russische Truppen für den Angriff verantwortlich, bei dem vermutlich mindestens eine Rakete vom Typ Totschka-U eingesetzt wurde. Moskau weist dies zurück und betont, diesen Raketentyp nicht zu verwenden. Die prorussischen Separatisten behaupteten, ukrainische Truppen hätten das Geschoss abgefeuert.

dpa

Russland sieht Belarus weiter als Vermittler im Ukrainekrieg

14:34
08.04.2022
Im Krieg in der Ukraine sieht Russland nach den jüngsten Verhandlungen in der Türkei auch Belarus weiter als möglichen Vermittler. „Wir sind dafür, dass unsere belarussischen Freunde weiterhin eine positive Rolle in den russisch-ukrainischen Verhandlungen spielen, und Belarus ist eine hervorragende Plattform für die Fortsetzung solcher Verhandlungen“, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow.

In Belarus hatte Machthaber Alexander Lukaschenko zuvor eine Teilnahme an den Gesprächen verlangt. Ohne sein Land sei keine Lösung möglich, meinte er. Lawrow schloss zwar auch andere Verhandlungsorte nicht aus, machte sich aber zugleich für Belarus als Sicherheitsgaranten der Ukraine stark. Die ersten russisch-ukrainischen hatte es in Belarus gegeben. Die Ukraine sieht Belarus nicht mehr als neutralen Vermittler, da es auch Angriffe von dortigem Gebiet aus gab.

Minsk war in der Vergangenheit Gastgeber der Verhandlungen um eine friedliche Lösung des Konflikts in der Ostukraine. Die Minsker Abkommen von 2014 und 2015 sollten den Konflikt im Donbass beenden und die Wiedereingliederung der prorussischen Separatistengebiete in die Ukraine ermöglichen. Als der russische Präsident Wladimir Putin Ende Februar die Gebiete Luhansk und Donezk als unabhängige Staaten anerkannte, wurde das Abkommen für gescheitert erklärt. Danach befahl Putin einen Einmarsch der russischen Armee zum Schutz der Gebiete.

Saskia Hassink

Wegen Krieg: Keine Kennzeichen mehr mit Buchstaben Z im Kreis Herford

13:49
08.04.2022
Kennzeichen mit dem Buchstaben Z werden im nordrhein-westfälischen Kreis Herford nicht mehr an Autobesitzer oder Fahrzeughändler ausgegeben. Das hat die Zulassungsstelle entschieden, wie ein Sprecher am Freitag sagte.

Hintergrund ist der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Der in weißer Farbe aufgemalte Buchstabe Z ist auf zahlreichen russischen Panzern und Militärfahrzeugen zu sehen. Nach Angaben des Kreises sind nur Wunschkennzeichen mit einem einzelnen Buchstaben betroffen. Kombinationen mit einem Z seien weiterhin möglich.

dpa