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Friedensnobelpreisträger Muratow nach Farbanschlag: Augen verätzt

12:00
08.04.2022
Der russische Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow hat bei einem Anschlag mit roter Farbe nach eigenen Angaben Verletzungen an den Augen erlitten. Ärzte in der Wolga-Stadt Samara hätten Verätzung der Augen und der Bindehaut diagnostiziert. „Die Hornhaut ist heil“, teilte der Chefredakteur der kremlkritischen Zeitung „Nowaja Gaseta“ im Kurznachrichtendienst Twitter am Freitag mit. Er veröffentlichte ein Foto von sich im Bett. Russische Medien berichteten, der 60 Jahre alte Journalist sei am Donnerstagabend in einem Zug von Moskau nach Samara von zwei Männern angegriffen worden.
Ein 37 Jahre alter Mann sei festgenommen worden, der zweite Verdächtige werde gesucht, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Ermittler. Medien berichteten, die beiden Männer seien zwei ehemalige ehemalige Soldaten, die nicht einverstanden gewesen seien mit Muratows Kritik an Russlands Krieg gegen die Ukraine.

Jean-Pierre Fellmer

Steinmeier erwägt Reise nach Kiew

11:41
08.04.2022
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier denkt über eine Reise in die ukrainische Hauptstadt Kiew nach. Es gebe nur wenige Hauptstädte der Welt, in denen er so oft gewesen sei wie in Kiew, sagte er am Freitag in Helsinki in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem finnischen Staatspräsidenten Sauli Niinistö. „Selbstverständlich denke ich auch darüber nach, wann der richtige Zeitpunkt ist für meinen nächsten Besuch in Kiew.“ 

Jean-Pierre Fellmer

Von der Leyen zu Solidaritätsbesuch in Kiew eingetroffen

11:41
08.04.2022
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist am Freitag zu einem Solidaritätsbesuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen. Dort will sie unter anderem den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen. Die ehemalige Bundesverteidigungsministerin wird von einer Delegation begleitet, der auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell, der slowakische Ministerpräsident Eduard Heger und mehrere EU-Parlamentarier angehören.

Jean-Pierre Fellmer

Montenegros Regierung verhängt Sanktionen gegen Russland

11:13
08.04.2022
Das Adria- und Nato-Land Montenegro hat gegen das kriegführende Russland Sanktionen verhängt. Dies teilte Vize-Regierungschef Dritan Abazovic am Freitag über Twitter mit. Die Sanktionen folgen den Maßnahmenpaketen, die die EU seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine beschlossen hat. Montenegro ist EU-Beitrittskandidat und verhandelt seit 2012 über eine künftige Mitgliedschaft in der Union.
Die derzeitige, mehrheitlich proserbische Regierung ist derzeit nur geschäftsführend im Amt, nachdem ihr das Parlament Anfang Februar das Vertrauen entzogen hat. Zuvor waren zwei Anläufe gescheitert, Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Der proserbische Regierungschef Zdravko Krivokapic hatte die entsprechenden Beschlussfassungen versucht zu verhindern.

Jean-Pierre Fellmer