Letztes Update:
20220411193203

UN: 1400 Todesfälle von Zivilisten in der Ukraine bestätigt

20:24
04.04.2022
Die UN haben seit dem Einmarsch russischer Truppen den Tod von 1417 Zivilisten in der Ukraine dokumentiert. Unter ihnen waren 121 Kinder und Jugendliche, wie das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte in Genf mitteilte. Demnach gab es außerdem verifizierte Informationen über 2038 Verletzte, darunter 171 Kinder und Jugendliche. In die Zahlen gingen alle bis einschließlich Samstag dokumentierten Fälle ein. Russland hatte am 24. Februar seinen Angriff auf die Ukraine begonnen.

1504 der Opfer stammten den Angaben aus den Regionen Donezk und Luhansk im Osten der Ukraine. Das Büro geht allerdings davon au, dass die tatsächlichen Zahlen erheblich höher sind: In einigen Orte, die schwer umkämpft sind, konnten demnach viele Berichte über zivile Opfer noch nicht bestätigt werden, darunter Mariupol und Irpin.

„Die meisten Opfer unter der Zivilbevölkerung wurden durch den Einsatz von Explosivwaffen mit großer Reichweite verursacht, darunter durch den Beschuss mit schwerer Artillerie und mit Raketenwerfern sowie durch Raketen- und Luftangriffe“, hieß es in der Mitteilung vom Sonntag.

Jan-Felix Jasch

Moldaus Premierministerin wirbt um Unterstützung auf europäischem Weg

20:09
04.04.2022
Die Premierministerin der Republik Moldau, Natalia Gavrilița, hat um breite Unterstützung bei der Bewältigung der Krisen im Zusammenhang mit dem russischen Krieg in der Ukraine geworben. Die Zukunft ihres Landes liege in einem starken, vereinten Europa als Teil einer freien Welt, sagte sie am Montagabend beim Europa-Forum der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung am Vorabend einer Unterstützer-Konferenz zugunsten ihres Landes in Berlin. Ihre Regierung werde das Land modernisieren, die Korruption bekämpfen, Chancen für die Wirtschaft schaffen und den Lebensstandard der Menschen erhöhen.

Moldau brauche Hilfe, um politische, soziale und wirtschaftliche Stabilität zu erreichen und zu erhalten, sagte Gavrilița. Von den mehr als 390 000 Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine, die nach Moldau gekommen seien, hätten etwa 100 000 Menschen dauerhaft Zuflucht im Land gefunden, darunter fast die Hälfte Kinder. Nötig sei nun schnelle, flexible und umfassende Hilfe, einschließlich zusätzlicher Unterstützung für den Haushalt des Landes in Form von Zuschüssen. Dies verlange Vertrauen von den Partnern. Moldau sei gewillt, volle Transparenz darüber herzustellen, wie dieses Geld genutzt werde, versicherte die Ministerpräsidentin.

Mit der Konferenz will Außenministerin Annalena Baerbock die internationale Hilfe für die von vielen ukrainischen Kriegsflüchtlingen stark belastete Republik Moldau ankurbeln. Bei dem von der Grünen-Politikerin gemeinsam mit ihrem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian und dem rumänischen Außenminister Bogdan Aurescu organisierten Treffen sollen etwa die Versorgung der Flüchtlinge sowie die gestiegenen Energiepreise eine Rolle spielen.

Michael Rabba