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Samstag, 19. März

Japan und Indien fordern sofortiges Ende der Gewalt in der Ukraine

20:49
19.03.2022
Die Regierungschefs von Indien und Japan haben ein sofortiges Ende der Gewalt in der Ukraine gefordert. Es gebe „keine andere Wahl als den Weg von Dialog und Diplomatie zur Lösung des Konflikts“, hieß es in einem gemeinsamen schriftlichen Statement nach dem Besuch von Japans Ministerpräsident Fumio Kishida bei seinem indischen Kollegen Narendra Modi am Samstag in Neu Delhi. Die Regierungschefs versprachen zudem humanitäre Hilfe für das vom russischen Angriffskrieg getroffene Land.

Zuvor hatte Kishida an Modis Seite betont, dass gewaltsame Änderungen des Status Quo in keiner Region der Welt erlaubt sein sollten. Man sei sich einig, dass eine friedliche Lösung des Konflikts auf der Basis des Völkerrechts nötig sei. „Japan wird gemeinsam mit Indien weiter versuchen, den Krieg zu beenden und Ukraine und seine Nachbarstaaten zu unterstützen“, sagte Kishida.

Indien und Japan sind gemeinsam mit den USA und Australien Teil einer Vier-Länder-Gruppe, auch Quad genannt, die als Allianz gegen Chinas zunehmendes Selbstbewusstsein im Indopazifik gesehen wird. Indien, mit einer traditionell starken Beziehung zu Moskau, ist das einzige der vier Länder, das Russlands Invasion in die Ukraine nicht verurteilt hatte. Auch von der Abstimmung gegen Russland in den Vereinten Nationen hatte sich Indien enthalten.

Kishida kündigte außerdem an, dass Japan in den kommenden fünf Jahren umgerechnet rund 37 Milliarden Euro in Indien investieren wolle.

Patrick Reichelt

Innenministerium plant mehrere Sonderzüge zum Drehkreuz Cottbus

20:13
19.03.2022
Wenige Tage vor dem geplanten Start ist noch unklar, wie viele Flüchtlinge aus der Ukraine die Bundesregierung über das neue Drehkreuz Cottbus führen möchte. Derzeit sei eine kleine Zahl an Sonderzügen von Breslau in Polen nach Cottbus vorgesehen, die in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn und der Polnischen Staatsbahn koordiniert würden, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Ab Mittwoch soll Cottbus neben Hannover und Berlin das dritte Drehkreuz zur Verteilung von Geflüchteten aus der Ukraine werden. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums vom Donnerstag sind bis zu sechs Züge aus Polen nach Cottbus geplant, um täglich 2500 weitere Menschen direkt nach Deutschland zu bringen. Von Cottbus aus würden Angebote zur Weiterreise an zahlreiche Ziele innerhalb Deutschlands und darüber hinaus zur Verfügung stehen.

Patrick Reichelt

Umweltschützer protestieren in Ostsee gegen russische Öltanker

19:37
19.03.2022
Auf Kayaks, kleinen Booten oder direkt im Wasser schwimmend haben Umweltaktivisten von Greenpeace gegen russische Öltanker in der Ostsee demonstriert. Auf Bildern vom Freitag und Samstag war zu sehen, wie Aktivisten mit Rauchsignalen und Bannern im Fahrwasser der großen Tanker darauf aufmerksam machten, dass weiterhin russisches Öl in europäische Länder gebracht wird. Die Teilnehmer des Protests stammen Greenpeace zufolge aus verschiedenen skandinavischen Ländern, den Niederlanden und Deutschland.

„Während die Menschen in der Ukraine leiden und die Menschen in Russland für den Frieden auf die Straße gehen, erreicht Putins Öl und Gas weiterhin europäische Häfen und trägt zu seiner Kriegskasse bei“, sagte der Greenpeace-Chef für die nordischen Länder, Mads Flarup Christensen einer Mitteilung der Umweltschutzorganisation zufolge.

Der Import von der Gas-, Öl- und Kohle aus Russland bleibt trotz weitreichender EU-Sanktionen wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine weiter möglich, weil Länder wie Deutschland die Energieversorgung der EU ohne die Lieferungen für nicht gesichert halten. Greenpeace zählte nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn 189 Supertanker, die Russland mit Öl und Gas verließen, darunter 88 mit dem Ziel Europa. Die Umweltschützer fordern eine Umstellung auf erneuerbare Energien.

Patrick Reichelt