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20 000 Teilnehmer bei Friedensdemo in Hamburg erwartet

17:45
19.03.2022
Die Jugendorganisationen der Parteien, die Klimabewegung Fridays for Future und die ukrainische Diaspora haben für Sonntag (13.00 Uhr) erneut zu einer Demonstration gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine aufgerufen. Die Kundgebung am Jungfernstieg mit erwarteten 20 000 Teilnehmern steht unter dem Motto „Frieden in der Ukraine & Sicherheit in Europa“, wie der Verein „Feine Ukraine - Verein der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit“ mitteilte. Die Demo richtet sich gegen die Gefährdung der atomaren Infrastruktur durch russische Angriffe, außerdem soll auf die Bedeutung der Ukraine für die Welternährung hingewiesen werden.

Russische Truppen waren auf Befehl von Präsident Wladimir Putin vor gut drei Wochen in die Ukraine einmarschiert und sind seitdem verantwortlich für den Tod Tausender Menschen und die Flucht von inzwischen rund drei Millionen Ukrainern. Zur Demonstration gegen den Krieg haben die Jugendorganisationen von CDU, SPD, FDP und Grünen sowie der Landesjugendring aufgerufen.

Patrick Reichelt

Selenskyj in Liveschalte nach Bern: Friert Oligarchengelder ein

16:29
19.03.2022
Vor tausenden Antikriegsdemonstranten in Bern hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Schweizer Regierung aufgerufen, die Konten aller russischen Oligarchen zu sperren. „Auch das ist ein Kampf gegen das Böse“, sagte Selenskyj nach Angaben des Übersetzers. Selenskyj war live zugeschaltet, während auf dem Platz vor dem Schweizer Parlament mehrere Tausend Menschen mit vielen ukrainischen Flaggen gegen den russischen Krieg gegen die Ukraine demonstrierten.

Selenskyj war hinter einem Schreibtisch in einem kurzärmeligen Tarnfarben-T-Shirt zu sehen. Als er die Sperrung von Oligarchen-Konten forderte, brandete großer Applaus auf. Die Schweiz hat sich den europäischen Sanktionen weitgehend angeschlossen. Es gibt aber weitere schwerreiche Russen, die in der Schweiz Geschäfte machen und denen eine Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin nachgesagt wird und die bislang keinen Sanktionen unterliegen. Der ukrainische Präsident kritisierte den Nahrungsmittelkonzern Nestlé, der beschlossen hat, sich vorerst nicht wie viele andere Firmen aus Russland zurückzuziehen.

Nach seinen Angaben sind durch die russischen Angriffe bis Samstag 112 Kinder und Jugendliche ums Leben gekommen. Das Büro der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte hatte bis Samstag gut 60 Todesfälle unter Minderjährigen dokumentiert. Es braucht aber oft Tage, um gemeldete Todesfälle unabhängig zu überprüfen.

Der Schweizer Präsident Ignazio Cassis hatte Selenskyj persönlich von einer Bühne auf dem Bundesplatz begrüßt. „Wir sind beeindruckt von dem Mut, mit dem dein Volk für Freiheit und Frieden kämpft“, sagte er. „Wir sind beeindruckt, wie ihr die Grundwerte der freien Welt verteidigt, die auch unsere Grundwerte sind.“

Patrick Reichelt