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Kultusminister: Bisher rund 800 Schüler aus Ukraine angemeldet

11:23
17.03.2022
Bisher sind etwa 800 Schülerinnen und Schüler nach ihrer Flucht aus der Ukraine an den rund 3000 niedersächsischen Schulen angemeldet worden. Das sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) im Gespräch mit dem NDR. Er bezog sich auf eine erste Schnellabfrage bei den Schulen. Noch sei keine seriöse Schätzung möglich, wie viele Kinder und Jugendliche eintreffen werden. „Es ist eine Kraftanstrengung. Da müssen wir uns nichts vormachen“, betonte der Minister am Mittwoch. Das Bildungssystem habe immense Anstrengungen hinter sich aufgrund der Pandemie.

Von den insgesamt 815 geflüchteten Kindern und Jugendlichen besuchen nach Angaben des Kultusministeriums in Hannover vom Donnerstag 360 Grundschulen, 448 Schülerinnen und Schüler wurden an weiterführenden Schulen registriert, sieben zudem von berufsbildenden Schulen. Die meisten Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine wurde von Schulen aus der Region Hannover (169) und den Landkreisen Osnabrück (63) und Göttingen (47) aufgenommen.

Jean-Pierre Fellmer

Kreml: Bidens Äußerungen über Putin sind „unverzeihlich“

11:09
17.03.2022
Der Kreml hat die „Kriegsverbrecher“-Äußerung von US-Präsident Joe Biden über seinen russischen Kollegen Wladimir Putin als „inakzeptabel und unverzeihlich“ kritisiert. „Unser Präsident ist eine sehr weise, weitsichtige und kultivierte internationale Persönlichkeit“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Biden hatte Putin am Mittwoch erstmals öffentlich einen „Kriegsverbrecher“ genannt. Die US-Regierung hatte zuvor stets vermieden, direkt von russischen Kriegsverbrechen zu sprechen.

Präsident Biden habe nicht das Recht, so etwas zu sagen, sagte Peskow. Solche Worte kämen von dem Präsident eines Landes, „das seit Jahren Menschen auf der ganzen Welt bombardiert“ und eine Atombombe auf ein Land abgeworfen habe, das bereits besiegt gewesen sei. „Ich spreche von Hiroshima und Nagasaki“, sagte Peskow. Die USA hatten im August 1945 jeweils eine Atombombe auf die beiden japanischen Städte abgeworfen.

Jean-Pierre Fellmer

Kreml: Russisch-ukrainische Verhandlungen dauern an

11:08
17.03.2022
Drei Wochen nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine dauern die Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau Kremlangaben zufolge im Online-Format an. „Die Arbeit wird fortgesetzt“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge. „Unsere Delegation unternimmt große Anstrengungen und zeigt eine viel größere Bereitschaft als unser ukrainisches Gegenüber“, meinte er. Russlands Bedingungen seien „äußerst klar, ausformuliert und den ukrainischen Verhandlungsführern vollständig zur Kenntnis gebracht“.

Peskow äußerte sich auch zu einem Medienbericht vom Vortag über die angebliche Ausarbeitung von Dokumenten als Grundlage für ein mögliches direktes Gespräch zwischen dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin: Der Bericht habe teils bereits bekannte Erklärungen aufgeführt, sagte der Kremlsprecher. Die Informationen seien aber falsch zusammengestellt worden und „nicht korrekt“.

Jean-Pierre Fellmer