Letztes Update:
20220411193203

Satellitenbild zeigt Schriftzug „Kinder“ vor Theater in Mariupol

11:03
17.03.2022
Vor dem Angriff auf ein Theater im ukrainischen Mariupol hat es offenbar Warnungen gegeben, dass sich darin Kinder aufhalten sollen. Das zeigt ein Satellitenbild, das zwei Tage vor dem Angriff entstanden ist. Auf den Flächen vor und hinter dem Gebäude ist in großen weißen Buchstaben das russische Wort „deti“ („Kinder“) zu lesen. Das Bild wurde vom US-Satellitenfotodienst Maxar verbreitet und ist dessen Angaben zufolge am 14. März aufgenommen worden - zwei Tage vor dem Angriff auf das Theater. Auch Fotos, die laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch vom Tag vor dem Angriff stammen, zeigen die Aufschrift. 

Jean-Pierre Fellmer

Lagarde: EZB wird auf Risiken durch Ukraine-Krieg flexibel reagieren

11:03
17.03.2022
Die Europäischen Zentralbank (EZB) hat angesichts der Risiken durch den Ukraine-Krieg ihre Flexibilität betont. Man sei bereit, bei Bedarf den Kurs zu ändern, falls die Invasion Russlands in die Ukraine „neue Inflationstendenzen“ in Gang setze, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf einer Konferenz am Donnerstag in Frankfurt. Der Krieg in der Ukraine werde zu einer höheren Inflation und einem schwächeren wirtschaftlichen Wachstum führen.

Sie verwies auf den zunehmenden Preisdruck durch steigende Energie- und Rohstoffkosten. Gleichzeitig belasteten ein sinkendes Vertrauen und steigende Energiekosten das Wirtschaftswachstum. Schon die rasche Erholung aus der Corona-Pandemie habe zu höheren Energiekosten, Lieferengpässen und Preisdruck geführt.

Jean-Pierre Fellmer

Ukraine: Mehr als 50 Tote bei Angriffen auf Tschernihiw

10:51
17.03.2022
Bei Angriffen auf die nordukrainische Stadt Tschernihiw sind nach Angaben örtlicher Behörden mehr als 50 Menschen an einem Tag ums Leben gekommen. „Allein in den letzten 24 Stunden sind 53 Leichen unserer Bürger, die vom russischen Aggressor ermordet wurden, in den Leichenhallen der Stadt eingetroffen“, teilte der Chef der Militärverwaltung des Gebiets, Wjatscheslaw Tschaus, am Donnerstag bei Telegram mit. Er machte Russland für Angriffe auf die zivile Infrastruktur verantwortlich. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Die nahe der Grenzen zu Russland und Belarus gelegene Stadt Tschernihiw ist seit Kriegsbeginn Ziel russischer Angriffe. Die humanitäre Lage gilt als katastrophal, viele Gebäude sind zerstört.

Jean-Pierre Fellmer