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Ukraine: Experten aus Russland sind am Kernkraftwerk Saporischschja

15:35
12.03.2022
In dem von russischen Truppen besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja sind nach Angaben aus Kiew Experten aus Russland eingetroffen. Elf Beschäftigte des russischen Staatskonzerns Rosatom hätten das AKW im Südosten der Ukraine erreicht, darunter seien zwei Ingenieure, teilte das staatliche Unternehmen Enerhoatom am Samstag in Kiew mit. Vertreter einer selbst ernannten militärisch-zivilen Verwaltung hätten erklärt, dass die Gruppe die Sicherheit der Anlage bewerten solle und auch für Reparaturarbeiten zuständig sei.

Rosatom bestätigte am Nachmittag, „dass eine Gruppe mehrerer russischer Experten“ dem ukrainischen Fachpersonal „beratend zur Seite“ stehe. Verwaltung und Betrieb lägen in der Hand der Ukraine. Das gelte auch für das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl. Russische und ukrainische Spezialisten tauschten sich regelmäßig aus.

Jean-Pierre Fellmer

Selenskyj: 1300 ukrainische Soldaten bislang getötet

15:20
12.03.2022
Seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine vor mehr als zwei Wochen sind etwa 1300 ukrainische Soldaten getötet worden. Das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag vor internationalen Journalisten. Die ukrainische Armee hatte sich bislang bei Angaben zu Verlusten in den eigenen Reihen bedeckt gehalten und lediglich die Zahl angeblich getöteter russischer Soldaten genannt. „Bei uns sind etwa 1300 Soldaten getötet worden und bei Russland mehr als 12 000“, sagte der Präsident. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Jean-Pierre Fellmer

Baerbock ruft internationale Gemeinschaft zur Hilfe für Moldau auf

14:35
12.03.2022
Außenministerin Annalena Baerbock hat die internationale Gemeinschaft zur stärkeren Unterstützung der ukrainischen Nachbarländer beim Umgang mit den Kriegs-Flüchtlingen aufgerufen. Dies gelte besonders für Moldau, sagte die Grünen-Politikerin am Samstag bei einem Besuch an der moldawischen Grenze zur Ukraine. Am Grenzübergang Palanca kommen derzeit täglich nach Angaben eines Grenzbeamten 4000 bis 5000 Menschen an, die vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine fliehen - allermeist Frauen und Kinder. An manchen Tagen waren es bis zu 12 000 Menschen.

Moldau sei eines der kleinsten Länder an der Grenze zur Ukraine und habe in den vergangenen Tagen sehr viele Menschen aufgenommen, sagte Baerbock. „Aber auf Dauer können sie das nicht alleine tragen.“ Die internationale Gemeinschaft müsse dafür sorgen, die Menschen in Moldau von der Grenze weg in Sicherheit zu bringen. In den ersten Tagen des Krieges seien viele Menschen mit dem eigenen Auto gekommen und etwa von Verwandten abgeholt worden. „Aber je heftiger der Krieg wird, je mehr Menschen auch verletzt werden, auf der Flucht sind und gar nichts mehr mitnehmen können, desto mehr wird hier auch eine Unterstützung gebraucht.“

Jean-Pierre Fellmer