In Berlin und anderen deutschen Großstädten wollen am Sonntag erneut Zigtausende Menschen gegen den Krieg Russlands in der Ukraine protestieren. In der Bundeshauptstadt (12.00 Uhr) meldete das Veranstalter-Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen, Umweltschutzinitiativen und Friedensgruppen allein 100 000 Teilnehmer an. Die Polizei sprach von einer realistischen Größenordnung. Das Motto lautet: „Stoppt den Krieg. Frieden und Solidarität für die Menschen in der Ukraine“. Die Demonstration soll vom Berliner Alexanderplatz zur Straße des 17. Juni führen. Zuletzt hatten am 27. Februar, drei Tage nach Kriegsbeginn, mehr als Hunderttausend Menschen in Berlin demonstriert.
Ein breites Bündnis aus mehr als 50 Organisationen ruft am Sonntag zu den Großdemonstrationen auf. Auch in Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und Leipzig sind Proteste geplant. In Hamburg ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund um 13.00 Uhr zu einer Kundgebung am Jungfernstieg auf. Am vergangenen Wochenende waren in Hamburg nach Polizeiangaben in der Spitze 30 000 Menschen gegen den russischen Angriffskrieg auf die Straße gegangen. Auch in Frankfurt am Main, Stuttgart und Leipzig wollen Menschen um 12.00 Uhr auf die Straße gehen.