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IWF gewährt Ukraine Notkredit in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar

21:48
10.03.2022
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat der Ukraine einen Notkredit über 1,4 Milliarden US-Dollar (knapp 1,3 Milliarden Euro) gewährt. Infolge des russischen Angriffskriegs habe die Ukraine einen „dringenden Finanzbedarf“; der Kredit werde dabei helfen, die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts abzuschwächen, erklärte der IWF am Mittwoch. Die neue IWF-Finanzierung dürfte auch weitere bilaterale Kredite ermöglichen, hieß es.

Der Krieg werde in diesem Jahr zu einer schweren Rezession in der Ukraine führen, warnte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa. Der Finanzbedarf der Regierung sei angesichts der Zerstörung, der vielen Opfer und massiver Fluchtbewegungen groß und dringlich. „Sobald der Krieg vorbei ist und eine ordentliche Bewertung der Schäden vorgenommen werden kann, ist es wahrscheinlich, dass weitere große Unterstützung für den Wiederaufbau gebraucht werden wird“, erklärte Georgiewa.

Erst am Montag hatte die Weltbank ein Hilfspaket in Höhe von mehr als 700 Millionen US-Dollar für die Ukraine angekündigt.

Jan-Felix Jasch

EU-Parlamentspräsidentin für Einschränkung russischer Energie-Importe

21:21
10.03.2022
Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, hat eine Einschränkung der russischen Importe von Gas, Öl und Kohle in die EU gefordert. „In diesem Moment der Krise müssen wir uns daran erinnern, dass Energie politisch ist - und es schon immer war. Russland hat das seit Jahren verstanden“, sagte Metsola vor den 27 Staats- und Regierungschefs der EU bei einem Gipfel im französischen Versailles. Daher müsse man eine klare Botschaft schicken und die russischen Exportgüter beschränken.

Mehrere EU-Länder wie Litauen, Lettland und Polen fordern, die Energie-Importe aus Russland komplett zu stoppen, um dem russischen Staat seine Haupteinnahmequelle zu nehmen und die weitere Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine zu erschweren. Staaten wie Deutschland und Österreich sind bislang dagegen, da sie in besonders hohem Maße abhängig von russischen Energielieferungen sind. Das Europäische Parlament hatte vergangene Woche bereits in einer Resolution eine Beschränkung der Einfuhr der wichtigsten russischen Exportgüter, einschließlich Öl und Gas, gefordert.

Michael Rabba