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Raketenangriff auf Saporischschja: Selenskyj spricht von zwölf Toten

08:30
09.10.2022
Russlands Armee hat nach ukrainischen Angaben mit mehreren Raketen in der südukrainischen Stadt Saporischschja Wohnhäuser bombardiert und zahlreiche Zivilisten getötet. Es gebe 12 Tote und 49 Verletzte, darunter sechs Kinder, die im Krankenhaus behandelt werden müssten, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntag in Kiew mit. Er veröffentlichte dazu in seinem Kanal im Nachrichtendienst Telegram Bilder schwer zerstörter Hochhäuser. Er sprach vom „absoluten Bösen“; die „Terroristen“ würden vom Befehlsgeber bis zum Täter zur Verantwortung gezogen.

Die Stadt Saporischschja wird anders als große Teile des gleichnamigen Gebiets nicht von russischen Truppen kontrolliert. Sie war bereits mehrfach Ziel von Angriffen. Nach ukrainischen Militärangaben sollen die russischen Truppen mindestens zwölf Raketen auf die Wohngebäude abgefeuert haben. Eine Bestätigung von russischer Seite gab es dafür zunächst nicht. Die ukrainischen Behörden hatten in der Nacht erst eine höhere Todeszahl genannt, sich später aber korrigiert.

Russland versucht nach der international als Völkerrechtsbruch kritisierten Annexion von vier ukrainischen Gebieten, zu denen auch die Region Saporischschja gehört, dort weiter vorzudringen. Die Ukraine hatte zuletzt bei ihrer Verteidigungsoffensive Dutzende Ortschaften befreit und die russischen Besatzer zurückgedrängt.

dpa

Lambrecht für mehr Nato-Schutz vor Putins „Großmachtswahn“

07:22
09.10.2022
Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht hat bei einem Besuch in Litauen die westlichen Bündnispartner dazu aufgerufen, sich mehr für den Schutz vor Russland einzusetzen. „Fest steht, dass wir in der Nato noch mehr für unsere gemeinsame Sicherheit tun müssen. Denn wir wissen nicht, wie weit Putin seinen Großmachtswahn treiben wird“, sagte die SPD-Politikerin am Samstag auf dem Militärstützpunkt Rukla. Dort stellte sie im Beisein ihres litauischen Amtskollegen Arvydas Anusauskas die deutschen Brigade zum verstärkten Schutz an der Nato-Ostflanke in Dienst.

„Der brutale russische Angriffskrieg gegen der Ukraine nimmt immer neue Dimensionen der Brutalität und Skrupellosigkeit an“, sagte Lambrecht. Mit „Rechts- und demokratiewidrigen Scheinreferenden“ versuche Kremlchef Wladimir Putin Tatsachen zu schaffen.

dpa