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20221004134017

Ukrainische Armee: Weitere Orte in der Südukraine befreit

12:32
04.10.2022
Bei Gegenangriffen in der Südukraine hat die ukrainische Armee nach eigenen Angaben weitere Ortschaften von russischen Truppen befreit. Der Chef des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, schrieb am Dienstag beim Nachrichtendienst Telegram von fünf Orten, die zurückerobert worden seien. In sozialen Netzwerken kursierten Videos aus dem lang umkämpften Dorf Dawydiw Brid und den Ortschaften Welyka Olexandriwka und Starossillja am Fluss Inhulez. Zudem sollen ukrainische Einheiten in Dudtschany am Fluss Dnipro eingerückt sein. Offizielle Bestätigungen lagen zunächst nicht vor.

Russland ist am 24. Februar in die Ukraine einmarschiert und hat inzwischen vier Gebiete in der Süd- und Ostukraine offiziell annektiert. Doch kontrolliert es diese Gebiete nur zum Teil und muss sich nach erfolgreichen ukrainischen Gegenschlägen immer weiter zurückziehen.

dpa

Baerbock: Lassen uns von Putins Atomdrohungen nicht erpressen

11:27
04.10.2022
Außenministerin Annalena Baerbock hat jeden Erpressungsversuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit der Drohung eines Nuklearwaffen-Einsatzs zurückgewiesen. Man werde sich „nicht abschrecken lassen von solchen Drohungen, sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag nach Beratungen mit ihrem polnischen Amtskollegen Zbigniew Rau in Warschau. Deutschland und Polen würden „die Ukraine bei ihrem Recht auf Selbstverteidigung weiter unterstützen“. Über einzelne militärische Bewegungen im Zusammenhang mit der nuklearen Bedrohung werde sie aber nicht spekulieren.

„Wir gleichen natürlich ständig seit Ausbruch dieses Krieges unsere Erkenntnisse mit den Verbündeten gemeinsam ab“, sagte Baerbock. Putin greife nicht zum ersten Mal dazu - dies sei unverantwortlich. Die Drohung müsse ernst genommen werden. Auch bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York sei kürzlich deutlich geworden, „dass kein anderes Land auf dieser Welt solche nuklearen Erpressungsversuche akzeptieren würde“.

Rau warf Putin vor, mit seinen nuklearen Drohung eine „psychologische Krise“ in der EU und der transatlantischen Gemeinschaft herbeiführen zu wollen. „Wir in Polen sind der Meinung, dass russische Drohungen niemals auf die leichte Schulter genommen werden sollten.“ Was insbesondere die Nato betreffe, „werden wir sicherlich entsprechend reagieren“.

Stefanie Heitmann