Letztes Update:
20220904173014

Energiekrise: Merz fordert Preisdeckel bei Großhandelspreisen

14:50
04.09.2022
CDU-Chef Friedrich Merz hat angesichts der drastisch gestiegenen Energiepreise einen Preisdeckel gefordert. „Und zwar nicht bei den privaten Haushalten zuhause, sondern bei den Großhandelspreisen, das wir sagen: Für Strom, für Öl, für Kohle, insbesondere für Gas aus Russland, gibt es jetzt einen Preisdeckel, und mehr wird im Großhandel nicht mehr bezahlt“, sagte Merz am Samstag beim Wahlkampfauftakt der niedersächsischen CDU in der Osnabrücker Innenstadt vor rund 300 Zuschauern.

Die Erwartung sei, dass dadurch niedrigere Preise am Markt erzielt würden. Es sei allerdings auch klar, dass die Preise von vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine nicht zurückkehren werden. „Die Zeiten des billigen Gases aus Russland, billige Importe aus China, teure Produkte aus Deutschland in alle Welt, und die Amerikaner zahlen für unsere Sicherheit. Diese Arbeitsteilung für Deutschland ist vorbei“, betonte Merz.

In Niedersachsen wird am 9. Oktober ein neuer Landtag gewählt. In Umfragen hatte die CDU mit Spitzenkandidat Bernd Althusmann zwar zuletzt zugelegt, lag aber hinter der SPD. Althusmann kritisierte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für seine Ankündigung, nur noch für eine Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Sein Herausforderer sagte, er frage sich, wie Weil angesichts dieser Aussage als jemand mit Visionen angesehen werden könne. „So jemand gehört jetzt auf's Altenteil“, betonte der CDU-Landeschef. 

Jan-Felix Jasch

Russland meldet Angriff auf vier Kommandoposten in Ukraine

13:25
04.09.2022
Russische Truppen haben nach Angaben aus Moskau vier Kommandoposten der ukrainischen Armee angegriffen. Die Angriffe etwa auf Stützpunkte nahe Charkiw im Osten des Landes und Nikolske seien in den vergangenen 24 Stunden erfolgt, teilte das russische Verteidigungsministerium am Sonntagnachmittag mit.

Zu der am vergangenen Montag gestarteten Gegenoffensive der Ukrainer im Süden hieß es, dass russische Truppen Einheiten und Reservekräfte des Nachbarlandes angegriffen hätten. Dabei seien 150 Soldaten des „Feindes“ getötet worden. Am Samstag sprach Moskau von 230 neuen Toten bei der Offensive im Raum zwischen Mykolajiw und Krywyj Rih. Diese Angaben ließen sich nicht von unabhängiger Seite überprüfen.

Russland hat die Ukraine am 24. Februar überfallen. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am Sonntag im Staatsfernsehen erneut, die militärische Spezialoperation, wie sie Moskau nennt, verlaufe nach Plan. „Alle Ziele werden erreicht.“ Nach Einschätzung westlicher Militärexperten kommen russische Truppen dagegen kaum voran.

Jan-Felix Jasch