CDU-Chef Friedrich Merz hat angesichts der drastisch gestiegenen Energiepreise einen Preisdeckel gefordert. „Und zwar nicht bei den privaten Haushalten zuhause, sondern bei den Großhandelspreisen, das wir sagen: Für Strom, für Öl, für Kohle, insbesondere für Gas aus Russland, gibt es jetzt einen Preisdeckel, und mehr wird im Großhandel nicht mehr bezahlt“, sagte Merz am Samstag beim Wahlkampfauftakt der niedersächsischen CDU in der Osnabrücker Innenstadt vor rund 300 Zuschauern.
Die Erwartung sei, dass dadurch niedrigere Preise am Markt erzielt würden. Es sei allerdings auch klar, dass die Preise von vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine nicht zurückkehren werden. „Die Zeiten des billigen Gases aus Russland, billige Importe aus China, teure Produkte aus Deutschland in alle Welt, und die Amerikaner zahlen für unsere Sicherheit. Diese Arbeitsteilung für Deutschland ist vorbei“, betonte Merz.
In Niedersachsen wird am 9. Oktober ein neuer Landtag gewählt. In Umfragen hatte die CDU mit Spitzenkandidat Bernd Althusmann zwar zuletzt zugelegt, lag aber hinter der SPD. Althusmann kritisierte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für seine Ankündigung, nur noch für eine Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Sein Herausforderer sagte, er frage sich, wie Weil angesichts dieser Aussage als jemand mit Visionen angesehen werden könne. „So jemand gehört jetzt auf's Altenteil“, betonte der CDU-Landeschef.