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Kapitel

Donnerstag, 28. Juli

UN: Erste Getreide-Exporte aus ukrainischen Häfen stehen bevor

20:27
28.07.2022
Nach einem Abkommen zwischen Kiew und Moskau sollen die ersten Schiffe mit Getreide an Bord die Ukraine UN-Angaben zufolge bald verlassen. Es lägen einige schon beladene Frachter in den Häfen am Schwarzen Meer zur Abfahrt bereit, sagte UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths am Donnerstag in New York. „Und wir hatten darauf gewartet, dass das passiert, sogar heute oder morgen“.

Bislang sei der genaue Korridor für den sicheren Transport durch teilweise vermintes Gebiet vom gemeinsamen Kontrollzentrum der Kriegsparteien sowie von den Vereinten Nationen und der Türkei in Istanbul noch nicht final festgelegt worden. Griffiths betonte aber, dass er glaube, dies werde zügig passieren. Danach solle die Ausfuhr aus den Häfen schließlich das Vorkriegsniveau von etwa fünf Millionen Tonnen pro Monat erreichen.

Am Freitag hatten die Kriegsgegner Ukraine und Russland mit den UN und der Türkei ein Abkommen unterzeichnet, um von drei Häfen Getreideausfuhren aus der Ukraine zu ermöglichen. Von der Vorjahresernte warten ukrainischen Angaben zufolge noch über 20 Millionen Tonnen Getreide auf die Ausfuhr. Der Hafenbetrieb war nach der russischen Invasion Ende Februar aus Sicherheitsgründen eingestellt worden - Moskau wurde eine Blockade des Getreides vorgeworfen. Wegen ausbleibender Getreidelieferungen befürchten die UN zunehmend Hungerkrisen auf der Welt.

Im gemeinsamen Kontrollzentrum (Joint Coordination Center JCC) sollen die Vertreter Russlands, der Ukraine, der Türkei und von den UN nötige Entscheidungen gemeinsam und mit gleichen Rechten treffen, sagte Griffiths. Dies beinhalte auch die direkte Kommunikation von Russen und Ukrainern.

dpa

Medien: Tote durch russische Angriffe in der Ukraine

19:59
28.07.2022
Durch russische Angriffe in der Ukraine sind laut Medienberichten am Donnerstag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Bei einem Raketenangriff auf die zentralukrainische Stadt Kropwnizkyj wurden mindestens fünf Menschen getötet und 26 weitere verletzt, wie ukrainische Medien unter Berufung auf den Leiter der dortigen Militäradministration, Andrij Rajkowitsch, berichteten. Unter den Verletzten seien auch Zivilisten. Bei weiteren Raketenangriffen in der Region Kiew wurden nach Angaben der Online-Zeitung „Ukrajinska Prawda“ mindestens 15 Menschen verletzt. Auch hier seien Zivilisten betroffen.

In der Region Donezk wurden laut Medienberichten mindestens vier Menschen durch russischen Beschuss getötet. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs nähern sich die Kämpfe zwischen den Truppen Kiews und Moskaus im östlichen Kriegsgebiet Donezk weiter den Städten Bachmut und Soledar. Bei Werschyna, südöstlich von Bachmut, habe der Gegner Teilerfolge erzielt, teilte der ukrainische Generalstab mit. Unabhängig sind die Angaben nicht zu überprüfen. Die Ukraine wehrt seit mehr als fünf Monaten eine russische Invasion ab.

dpa