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Russischer Oligarch Deripaska fordert Kriegsende in Ukraine

12:57
03.03.2022
Der kremlnahe und vom Westen mit Sanktionen belegte russische Oligarch Oleg Deripaska hat zu einem Ende des Krieges in der Ukraine aufgerufen. „Frieden ist sehr wichtig!“, schrieb der Multimilliardär am Donnerstag in seinem Nachrichtenkanal auf Telegram. Es sei verrückt, die Verhandlungen für einen Frieden weiter hinauszuzögern, meinte er. Die russische Delegation wartet nach eigenen Angaben seit Mittwoch auf die ukrainischen Vertreter, um Gespräche zu führen. Geplant waren diese am Donnerstag im Westen von Belarus.

Der für seinen guten Draht zum russischen Präsidenten Wladimir Putin bekannte Unternehmer warnte vor einer atomaren Gefahr aus der Ukraine. „Die Ukraine ist schon lange eine Atommacht“, sagte Deripaska. Das Land habe auf seinem Gebiet neben dem 1986 havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl noch 15 atomare Blöcke und 3 Lager für Brennstäbe, sagte er. Er warnte vor großen Gefahren für Russland, die Ukraine und Europa, sollte es dort zu einem atomaren Zwischenfall kommen. Damit wäre die Region für die nächsten 200 Jahre verdammt, sagte Deripaska.

Jean-Pierre Fellmer

EU-Beamter: Auch Moldau will Beitritt beantragen

12:40
03.03.2022
Wie die Ukraine und Georgien will nun auch die Republik Moldau die EU-Mitgliedschaft beantragen. Das bestätigte ein hoher EU-Beamter am Donnerstag. Demnach erwartet die EU die offiziellen Ersuchen aus Georgien und Moldau bis Ende der Woche. Die Bewerbung der Ukraine sei bereits beim Rat der EU eingetroffen und an die EU-Kommission weitergeleitet worden. Diese solle nun eine erste Einschätzung abgeben. Dies dauere in der Regel ein bis anderthalb Jahre, sagte der EU-Vertreter.

Die EU-Kommission plädiert indes dafür, dass sich zunächst die EU-Staats- und Regierungschefs mit dem Ersuchen der Ukraine befassen. Das müsse auf höchster politischer Ebene debattiert werden, sagte ein Kommissionssprecher. Die Frage soll nach Angaben aus EU-Kreisen beim informellen Gipfel der 27 Staats- und Regierungschefs nächste Woche in Frankreich Thema sein. Über einen Beitritt zur Europäischen Union entscheiden schlussendlich die EU-Länder.

Jean-Pierre Fellmer

Russland bombardiert weiter Ziele in der Ukraine

12:27
03.03.2022
Ungeachtet geplanter Verhandlungen verstärkt Russland die Luftangriffe auf Ziele in der Ukraine. Nach Angaben ukrainischer Behörden vom Donnerstag gab es Tote und Verletzte. Laut der Vereinten Nationen sind inzwischen mehr als eine Million Menschen auf der Flucht.

Am achten Kriegstag waren Verhandlungen über eine Waffenruhe angesetzt. Beide Seiten wollten sich im Westen von Belarus treffen. Ein erstes Treffen am Montag war zunächst ohne greifbare Ergebnisse geblieben.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte: „Wir sind gesprächsbereit, aber wir werden unsere Operation fortsetzen.“ Die Sicherheit Russlands sei bedroht. Auch an den Westen gerichtet betonte Lawrow Bereitschaft zum Dialog. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am 24. Februar den Angriff auf die Ukraine angeordnet.

Jean-Pierre Fellmer