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Hochkommissarin für Menschenrechte verlangt Ende der Kampfhandlungen

12:21
03.03.2022
+Die Hochkommissarin für Menschenrechte hat ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen in der Ukraine verlangt. Zum Auftakt einer Dringlichkeitsdebatte zur Lage in der Ukraine sagte Michelle Bachelet am Donnerstag in Genf: „Ich schließe mich dem eindringlichen Aufruf der Generalversammlung von gestern an, den Konflikt unverzüglich mit friedlichen Mitteln zu lösen.“ Der russische Angriff auf die Ukraine habe ein neues und gefährliches Kapitel der Weltgeschichte aufgeschlagen.

Ihr Büro habe bis Dienstagabend den Tod von 227 Zivilisten nachgewiesen. 525 Menschen seien verletzt worden - aber die wahren Zahlen lägen mit Sicherheit deutlich höher, sagte Bachelet. „Die meisten zivilen Opfer werden durch schwere Artillerie, Mehrfachraketenwerfersysteme und Luftschläge verursacht“, sagte Bachelet. Es gebe auch Berichte über den Einsatz von Streumunition. Damit werden Waffen bezeichnet, die zum Teil Hunderte Minibomben über große Flächen verteilen. 

Jean-Pierre Fellmer

Macron telefoniert erneut mit Putin und Selenskyj

12:14
03.03.2022
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts des Ukraine-Kriegs am Donnerstag erneut mit Kremlchef Wladimir Putin telefoniert. Das bestätigten der Kreml und der Élyséepalast, zunächst ohne Angaben zum Inhalt. Wie es aus Paris hieß, dauerte das Telefonat am Vormittag eineinhalb Stunden. Im Anschluss habe Macron den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angerufen.
Erst am Vorabend hatte Macron in einer Rede betont, er wolle weiter mit Putin reden. „Wir befinden uns nicht im Krieg mit Russland“, sagte Macron. „Ich habe mich dafür entschieden, mit Präsident Putin in Kontakt zu bleiben, und werde dies auch weiterhin tun, so gut ich kann und so viel wie nötig ist, um unermüdlich zu versuchen, ihn davon zu überzeugen, auf Waffengewalt zu verzichten.“

Jean-Pierre Fellmer

Porsche stellt Geschäfte mit Russland vorläufig ein

11:42
03.03.2022
Porsche setzt sein Russland-Geschäft wegen des Krieges gegen die Ukraine aus. Aufgrund der aktuellen Situation habe die Volkswagen-Tochter die Auslieferung von Fahrzeugen nach Russland mit sofortiger Wirkung gestoppt, teilte ein Sprecher am Donnerstag in Stuttgart mit. Porsche ziehe mit der weitgehenden Unterbrechung der Geschäftstätigkeit in Russland die Konsequenzen aus der von starker Unsicherheit und den aktuellen Verwerfungen geprägten Gesamtsituation.

Im Jahr 2021 wurden von Porsche insgesamt 6 262 Fahrzeuge nach Russland geliefert. Der Sprecher sagte, „wir hoffen weiterhin auf eine Einstellung der Kampfhandlungen und eine Rückkehr zur Diplomatie“. Man sei überzeugt, dass eine nachhaltige Lösung des Konflikts nur auf Grundlage internationalen Rechts erfolgen könne. „Bei allen Aktivitäten vor Ort stehen die Sicherheit und Unversehrtheit der Menschen an erster Stelle.“

Jean-Pierre Fellmer