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Kreml: Putin nimmt Reisediplomatie im Herbst wieder auf

07:27
20.07.2022
Russlands Präsident Wladimir Putin will nach Angaben aus dem Kreml im Herbst wieder öfter ins Ausland reisen. In nächster Zeit stünden keine weiteren Auslandsbesuche auf dem Programm, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in der Nacht zum Mittwoch. „Aber im Herbst sind noch einige Besuche geplant.“

Am 15./16. November soll der G20-Gipfel der führenden und aufstrebenden Wirtschaftsmächte in Bali stattfinden. Der Kreml hat die persönliche Teilnahme Putins daran bisher offen gelassen. Im Westen gilt eine Beteiligung Putins am Gipfel als problematisch. Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine soll Moskau politisch isoliert werden. Zuletzt reiste Russlands Chefdiplomat Sergej Lawrow trotzdem zum Außenministertreffen der G20, verließ die Veranstaltung aber vorzeitig, ohne sich die Antwort von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock auf seine Rede anzuhören.

Der russische Präsidentenberater Juri Uschakow wollte sich nicht endgültig zur Teilnahme am G20-Gipfel äußern. Moskau habe eine Einladung vom Gastgeber Indonesien erhalten und zugestimmt. Die Entscheidung über eine persönliche Teilnahme Putins werde „unmittelbar vor der Reise“ getroffen, sagte Uschakow.

dpa

Ukrainische Präsidentengattin bittet um mehr Waffen

06:29
20.07.2022
Die ukrainische Präsidentengattin Olena Selenska ist von der First Lady der USA, Jill Biden, im Weißen Haus empfangen worden. Auch US-Präsident Joe Biden nahm Selenska in Empfang und überreichte ihr einen Blumenstrauß. Selenska will auf ihrer US-Reise für weitere militärische Hilfe für die Ukraine werben. Das Land ist weiterhin auf westliche Waffen angewiesen, um die russische Invasion aufzuhalten.

dpa

Selenskyj kündigt neue Parlamentskommission an

05:09
20.07.2022
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Gründung einer neuen Parlamentskommission in der Ukraine angekündigt, die den Einsatz westlicher Waffen kontrollieren soll. Vorwürfe zu falschem Gebrauch der Waffen aus dem Westen gebe es nicht, betonte er. „Aber um alle Manipulationen russischer Propagandisten und derer, die ihnen in der Ukraine oder anderswo helfen, zu beseitigen, wird ein solches zusätzliches parlamentarisches Kontrollinstrument eingerichtet.“

Nach den jüngsten Entlassungen des Geheimdienstchefs und anderer Führungskräfte in den Sicherheitsorganen will Selenskyj die Neuausrichtung dieser Behörden vorantreiben. So ernannte er in fünf Regionen neue Chefs für den Geheimdienst SBU und berichtete von der Entlassung eines weiteren SBU-Vizechefs. Zuletzt hatte es Kritik wegen möglichen Geheimnisverrats in den Behörden und anhaltender Korruption gegeben.

dpa