Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich am späten Donnerstagvormittag zur Eskalation im Ukraine-Konflikt geäußert. Heute sei ein furchtbarer Tag für die Ukraine und ein düsterer Tag für Europa, sagte Scholz. Russlands Präsident Wladimir Putin breche mit dem Angriff auf die Ukraine Völkerrecht und bringe Leid und Zerstörung über seine direkten Nachbarn, so Scholz. Es gebe dafür keine Rechtfertigung. "Das ist Putins Krieg", sagte der Bundeskanzler.
Dem ukrainischen Präsidenten sagte Olaf Scholz "volle Solidarität" zu. Am Sonntag werde er bei einer Sondersitzung des Bundestags eine Regierungserklärung abgeben. Noch am Donnerstagnachmittag wolle Scholz sich für eine einheitliche und klare Reaktion der G7-Staaten einsetzen. Weitere Sanktionen gegen Russland sollen zeitnah auf den Weg gebracht werden. Deren Ziel sei es, der russischen Führung klar zu machen, dass sie für die Aggression einen "bitteren Preis" zahlen werde, erklärte der Bundeskanzler.
Den osteuropäischen Nato-Partnern sagte Scholz Unterstützung zu. Russlands Präsidenten Putin rief er dazu auf, den militärischen Angriff "sofort" zu stoppen und die russischen Truppen vollständig vom Territorium der Ukraine zurückzuziehen.
Sebastian Oldenborg