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Ukrainische Kirche hofft auf baldigen Kiew-Besuch des Papstes

10:53
13.07.2022
Der griechisch-katholische Kiewer Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk hat zu Gebeten für einen baldigen Besuch von Papst Franziskus in der Ukraine aufgerufen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche solle so schnell wie möglich in die Ukraine kommen, "um sich an die Seite des leidenden ukrainischen Volkes zu stellen", sagte Schewtschuk in einer am Dienstagabend veröffentlichten Videobotschaft. Der Besuch von Franziskus in der Ukraine solle feierlich demonstrieren, dass Christus mit denen sei, die unter dem Krieg leiden.

Aus Anlass des Gedenktages für die Apostel Petrus und Paulus, den Schewtschuks Kirche am Dienstag beging, solle für den "Petrus unserer Zeit, für Papst Franziskus", gebetet werden, so der 52-Jährige. "Wir sehen, dass einige den Worten von Papst Franziskus zustimmen und andere nicht; aber alle hören ihn. Lasst uns beten, dass er unter uns Christen der neuen Zeit der Erste ist, der sich bekehrt und nach seiner persönlichen Bekehrung den Glauben seiner Glaubensbrüder stärkt", so Schewtschuk.

Papst Franziskus könnte nach Angaben des vatikanischen Außenministers Erzbischof Paul Gallagher noch im August in die Ukraine reisen. Das Kirchenoberhaupt sei überzeugt, "dass ein Besuch eine positive Wirkung haben könnte", sagte Gallagher zuletzt im italienischen Fernsehen. Vorbereitet würde eine solche Reise allerdings erst nach der Rückkehr aus Kanada, wohin Franziskus in der letzten Juli-Woche reisen will. Zudem, so der Außenbeauftragte des Vatikan, hänge es davon ab, wie es dem Papst gesundheitlich gehe.

Jan-Felix Jasch

Separatisten in Ostukraine melden massiven Beschuss mit US-Waffen

09:08
13.07.2022
Die ukrainischen Streitkräfte haben im Osten des Landes gegen die prorussische Separatistenhochburg Luhansk zahlreiche Raketen abgefeuert. Es habe massenhaften Beschuss aus dem von den USA gelieferten Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars gegeben, teilte der Separatistenvertreter Andrej Marotschko in seinem Blog im Nachrichtenkanal Telegram mit. Gefeuert worden sei am späten Dienstagabend von der Ortschaft Artemiwsk im Gebiet Donezk aus auf Luhansk. Mehrere Raketen hätten ihre Ziele getroffen.

Auch die ukrainische Seite berichtete vom Einsatz des Mehrfachraketenwerfers. Der Chef der ukrainischen Militäradministration für das Gebiet Luhansk, Serhij Hajdaj, teilte mit, dass Militärdepots des Feindes vernichtet würden. In der Industriezone von Luhansk sei es gar nicht ruhig gewesen in der Nacht zum Mittwoch, meinte er. Die russischen Besatzer würden aber weiter von allen Seiten angreifen – mit Luftwaffe und Artillerie. Besonders bedroht seien die großen Städte des Donezker Gebiets.

Die ukrainischen Streitkräfte veröffentlichten auch ein Video vom Einsatz des Himars-Systems. Russische Medien hatten von schweren Explosionen sowie von einem großen Brand in der Nähe der Großstadt Luhansk in der Nacht zum Mittwoch berichtet. Nach Angaben der prorussischen Separatistenbehörden ist die Lage gespannt, aber die Luftabwehr habe sie unter Kontrolle. Demnach feuerte die Ukraine auch drei Raketen vom Typ Totschka-U ab. Es gab keine Berichte über Tote.

Jan-Felix Jasch