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Ukraine meldet weitere Erfolge - aber Armee schwer unter Druck

09:44
03.03.2022
Im Krieg gegen Russland haben die ukrainischen Streitkräfte am Donnerstag von weiteren Erfolgen berichtet. Bei Irpin nordwestlich der Hauptstadt Kiew sei ein russischer Kampfjet abgeschossen worden. „Unsere Armee hat bereits Tausende Invasoren zerstört und so viel feindliche Ausrüstung, dass die Truppen mehrerer Staaten damit bewaffnet werden könnten“, teilte Verteidigungsminister Oleksij Resnikow am Donnerstag mit. Außenminister Dmytro Kuleba twitterte: „Das ist ein echter Volkskrieg.“

Nach ukrainischen Angaben wurden seit Beginn des Kriegs am 24. Februar etwa 9000 russische Soldaten getötet. Hunderte Militärfahrzeuge, darunter mehr als 200 Panzer, sowie Dutzende Flugzeuge und Hubschrauber seien zerstört worden. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Russland hat 498 getötete Soldaten in den eigenen Reihen bestätigt.

Jean-Pierre Fellmer

Russischer Friedensnobelpreisträger warnt vor Atomkrieg

09:34
03.03.2022
Der russische Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow warnt vor der Gefahr eines Atomkriegs nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. „Das wäre natürlich ein Alptraum, aber ich schließe nicht aus, dass es irgendwann tatsächlich Versuchungen geben könnte, auf den nuklearen Knopf zu drücken“, sagte der regierungskritische Journalist nach den Worten einer Übersetzerin am Donnerstag in einer Anhörung des Europaparlaments. „Es gibt hier tatsächlich die Gefahr eines Nuklearkriegs.“

Er begründete diese Furcht mit Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin und dessen Außenminister Sergej Lawrow. Dieser hatte am Mittwoch gesagt, der dritte Weltkrieg werde ein Atomkrieg sein. Auch im russischen Staatsfernsehen werde diese Drohung jetzt häufig genannt. 

Jean-Pierre Fellmer

Frankreich empfiehlt nachdrücklich Ausreise aus Russland

09:04
03.03.2022
Frankreich rät seinen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern dazu, Russland zu verlassen. Die nachdrückliche Empfehlung gelte für diejenigen Franzosen, deren Präsenz in Russland nicht notwendig sei, hieß es in einem Reisehinweis vom Donnerstag. Sie sollten Vorkehrungen treffen, um die noch bestehenden Verbindungen aus Russland heraus zu nutzen.

Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian warnte unterdessen im Sender France 2: „Es ist möglich, dass das Schlimmste noch vor uns liegt.“ Russland sei nun zu einer Belagerungstaktik übergegangen.

Jean-Pierre Fellmer