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Unternehmen brechen Geschäfte in Russland ab

10:25
03.03.2022
Einer Umfrage zufolge ziehen sich immer mehr Unternehmen aus dem Raum Hannover wegen des Ukraine-Kriegs und der Sanktionen aus Russland zurück. „Die Hälfte unserer bislang in Russland aktiven Unternehmen organisiert im Moment bereits den Abbruch ihrer Geschäftsbeziehungen auf diesem Markt. Das gilt sowohl für exportierende wie auch für importierende Unternehmen“, sagte Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Hannover, am Donnerstag. Die IHK hatte 107 Unternehmen aus der Region mit wirtschaftlichen Verbindungen nach Russland befragt.

Viele Betriebe rechnen demnach auch mit einer indirekten Beeinträchtigung ihrer Geschäfte: 56 Prozent erwarten höhere Kosten, weil die Krise die Energiepreise und Beschaffungskosten weiter in die Höhe schrauben könnte. 40 Prozent der Betriebe stellen sich zudem auf weitere Störungen in ihren Lieferketten ein.

Jean-Pierre Fellmer

IAEA-Gremium verurteilt russische Einnahme von ukrainischen AKWs

10:24
03.03.2022
Russlands militärische Einnahme von ukrainischen Atomanlagen ist vom Lenkungsgremium der Internationalen Atomenergiebehörde verurteilt worden. Eine entsprechende Resolution des IAEA-Gouverneursrates wurde laut Diplomaten nur von Russland und China abgelehnt. Sechsundzwanzig Länder stimmten dafür und fünf enthielten sich der Stimme.

Das Risiko für einen Atomunfall mit internationalen Auswirkungen habe sich im Zuge der russischen Invasion deutlich erhöht, hieß es in der Resolution. Russlands Vorgehen in der Ukraine habe „schwere und unmittelbare Gefahren für die Sicherheit dieser Anlagen und ihre zivilen Mitarbeiter ausgelöst“.

Jean-Pierre Fellmer

London sperrt Versicherungsmarkt für russische Luft- und Raumfahrt

10:15
03.03.2022
Großbritannien will seinen Versicherungsmarkt für russische Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrtbranche sperren. Wie das Finanzministerium in London am Donnerstag mitteilte, sollen russische Unternehmen daran gehindert werden, direkte oder indirekte Versicherungen oder Rückversicherungen mit in Großbritannien ansässigen Dienstleistern abzuschließen. „Bei der Ergreifung dieser Maßnahmen stellt Großbritannien sein Bekenntnis unter Beweis, schwere wirtschaftliche Sanktionen als Antwort auf Russlands Invasion in die Ukraine zu verhängen“, hieß es in der Mitteilung weiter.

Die Regierung werde eine Gesetzgebung vorlegen, um Finanztransaktionen britischer Versicherungsunternehmen in Verbindung mit russischen Firmen oder zum Einsatz in Russland zu unterbinden, so das Finanzministerium. Zusammen mit ähnlichen Maßnahmen der EU werde das die russische Wirtschaft weiter vom internationalen Finanzsystem isolieren.

Jean-Pierre Fellmer