Einer Umfrage zufolge ziehen sich immer mehr Unternehmen aus dem Raum Hannover wegen des Ukraine-Kriegs und der Sanktionen aus Russland zurück. „Die Hälfte unserer bislang in Russland aktiven Unternehmen organisiert im Moment bereits den Abbruch ihrer Geschäftsbeziehungen auf diesem Markt. Das gilt sowohl für exportierende wie auch für importierende Unternehmen“, sagte Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Hannover, am Donnerstag. Die IHK hatte 107 Unternehmen aus der Region mit wirtschaftlichen Verbindungen nach Russland befragt.
Viele Betriebe rechnen demnach auch mit einer indirekten Beeinträchtigung ihrer Geschäfte: 56 Prozent erwarten höhere Kosten, weil die Krise die Energiepreise und Beschaffungskosten weiter in die Höhe schrauben könnte. 40 Prozent der Betriebe stellen sich zudem auf weitere Störungen in ihren Lieferketten ein.