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Moskau: Beispiellose Attacke des Westens gegen Russland

08:58
03.03.2022
Russland hat die Reaktion der EU, der USA und vieler anderer Staaten auf den Ukraine-Krieg als schweren Angriff kritisiert. „Was wir in den vergangenen Tagen beobachtet haben, ist eine beispiellose wirtschaftliche, politische und Informationsattacke gegen Russland“, sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Donnerstag dem TV-Sender RBK. Der Westen habe wie „hemmungslos, wenn nicht gar wahnsinnig“ Waffen, Ausrüstung und Kommunikationsmittel in die Ukraine gepumpt. Russland werde den „Sondereinsatz“ im Nachbarland aber wie geplant durchführen.

Rjabkow kritisierte, der Westen sei nicht auf Russlands Sicherheitsinteressen eingegangen. „Es bestätigt sich, dass uns nicht zugehört wurde, und nun halten sie sich einfach die Ohren zu.“

Zugleich betonte der Vizeminister die russische Bereitschaft zum Dialog. „Ich bin überzeugt, dass wir diesen Tiefpunkt hinter uns lassen können und beginnen werden, die Beziehungen zu begradigen.“ Rjabkow betonte: „Dazu ist der politische Willen des Westens nötig, vor allem der USA.“ Der Westen sei schuld am zerrütteten Verhältnis mit Russland. „Bisher sehen wir nur eine Verfestigung desselben außenpolitischen Egozentrismus, des Egoismus“, sagte Rjabkow.

Jean-Pierre Fellmer

Kremlkritischer Radiosender Echo Moskwy wird geschlossen

08:12
03.03.2022
Der in Russland populäre kremlkritische Radiosender Echo Moskwy wird geschlossen. Der Verwaltungsrat habe entschieden, den Sender und seine Internetseite zu schließen, teilte Chefredakteur Alexej Wenediktow am Donnerstag in Moskau mit. Der Sender hatte kritisch über Russlands Krieg gegen die Ukraine berichtet.

Jean-Pierre Fellmer

Moskau: Südukrainische Hafenstadt Mariupol vollständig eingeschlossen

08:01
03.03.2022
im Krieg gegen die Ukraine sind prorussische Separatisten nach russischen Angaben weiter vorgestoßen. Die strategisch wichtige südukrainische Hafenstadt Mariupol sei nun eingeschlossen, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, russischen Agenturen zufolge am Donnerstag.

Der Bevölkerung war am Vortag ein Abzug nach Osten, also in Richtung der Separatistengebiete angeboten worden. Mariupol am Asowschen Meer hat fast 450 000 Einwohner. Im Osten hätten Separatisten mit Unterstützung der russischen Armee die Stadt Balaklija südostlich der Millionenstadt Charkiw sowie mehrere Siedlungen erobert, sagte Konaschenkow. Die Angaben sind nicht unabhängig zu überprüfen.

Auch mit Blick auf Gefechte in anderen Regionen betonte Russland erneut, dass es Rücksicht auf Zivilisten nehme. Der „friedlichen Bevölkerung“ der umkämpften Siedlung Borodjanka gut 50 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kiew sei ein „humanitärer Korridor“ angeboten worden, sagte Konaschenkow. Das russische Militär werde einen Abzug nicht behindern. Das Angebot gilt als Vorbote eines russischen Großangriffs. Nahe Borodjanka liegt ein Flugplatz.

Jean-Pierre Fellmer