Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) hat ein neues Förderprogramm zur Unterstützung von Initiativen für geflüchtete Menschen aus der Ukraine aufgelegt. Es hat ein Volumen von 15 Millionen Euro und Bewerbungen sind ab 20. Juli möglich, wie ein Sprecher der Bundesstiftung am Mittwoch in Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) sagte. Projekte könnten mit bis zu 50.000 Euro gefördert werden. Der Titel heißt „Ehrenamt hilft gemeinsam – ankommen, mitmachen, Gesellschaft gestalten.“
Das neue Förderprogramm entspreche der Vielfalt des Engagements für Menschen aus der Ukraine in Deutschland. Themenfelder seien breit angelegt, der Bewerbungsprozess einfach gehalten. So sollen unter anderem innovative soziale Projekte schnell verbreitet, Hilfsnetzwerke unterstützt und Kooperationen gefördert werden. Diese Projekte sollten bis Ende 2022 umgesetzt sein.
Die auch „Kümmerer-Stiftung“ genannte DSEE war 2020 gegründet worden. Sie soll die rund 30 Millionen Ehrenamtler in Deutschland unterstützen. Die Stiftung mit Sitz in Neustrelitz, etwa 80 Kilometer nördlich von Berlin, hat zudem jährlich 30 Millionen Euro von den drei Bundesministerien für Familie, für Landwirtschaft und für Inneres zur Verfügung. Im ersten ganzen Förderjahr 2021 waren trotz Corona-Pandemie bundesweit 2760 Vereine und Initiativen finanziell unterstützt worden.
In Deutschland sind laut Bundesinnenministerium seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar mehr als 850.000 Geflüchtete aus der Ukraine gemeldet, darunter rund 146.000 Kinder und Jugendliche, die an Schulen unterrichtet werden.
dpa