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Bundesregierung verurteilt russische Angriffe nahe Odessa

13:58
01.07.2022
Die Bundesregierung hat den russischen Raketenangriff auf ein ziviles Wohngebäude und auf ein Freizeitzentrum in der Region Odessa mit vielen Toten auf das Schärfste verurteilt. „Dies führt uns erneut auf grausame Art und Weise vor, dass der russische Aggressor den Tod von Zivilisten bewusst in Kauf nimmt“, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag in Berlin. Das Vorgehen der russischen Seite, die hier erneut von Kollateralschäden spreche, sei menschenverachtend und zynisch. Auch die russische Bevölkerung müsse dieser Wahrheit endlich ins Auge sehen.

Die Bundesregierung verurteile erneut „den abscheulichen Angriff auch auf ein Einkaufszentrum in Krementschuk vor einigen Tagen“, sagte Hebestreit. Er betonte: „Angriffe auf Zivilistinnen und Zivilisten sind Kriegsverbrechen. Der russische Präsident (Wladimir) Putin und die Verantwortlichen werden dafür zur Rechenschaft gezogen werden müssen.“ Bei dem Raketeneinschlag in einem Einkaufszentrum in der ukrainischen Stadt Krementschuk am Montag waren nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 18 Menschen gestorben.

Die Zahl der Toten nach russischen Raketenangriffen nahe der Großstadt Odessa ist nach ukrainischen Angaben auf mindestens 18 gestiegen. Das teilte der Militärgouverneur des Gebiets Odessa, Maxym Martschenko, auf seinem Telegram-Kanal mit. Mindestens 39 Menschen wurden demnach verletzt. Der Militärverwaltung zufolge schlugen drei russische Raketen ein. Dabei seien ein Mehrfamilienhaus und ein Erholungszentrum getroffen worden. Angaben aus den Kampfgebieten lassen sich von unabhängiger Seite kaum überprüfen.

dpa

Knapp 15 000 ukrainische Schüler an Niedersachsens Schulen

12:01
01.07.2022
In Niedersachsen sind mittlerweile rund 15 000 ukrainische Schülerinnen und Schüler angemeldet. Das teilte ein Sprecher des Kultusministeriums am Freitag in Hannover mit. Vor rund einem Monat waren es noch etwas mehr als 14 000. Überwiegend besuchen die Kinder und Jugendlichen dabei eine allgemeinbildende Schule, lediglich 600 gehen auf berufsbildende Schulen. In Kitas sind den Angaben zufolge bislang 1340 Kinder aus der Ukraine angemeldet.

Geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine, die ein Aufenthaltsrecht haben, sind in dem Bundesland schulpflichtig. Wer sich mit einem Besuchsvisum oder ohne Visum in Niedersachsen aufhält, ist es hingegen nicht.

Patrick Reichelt