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Städtetag fordert Strategie für Wiederaufbau der Ukraine

04:04
24.06.2022
Der Deutsche Städtetag fordert eine Gesamtstrategie zum Wiederaufbau der Ukraine. Er appelliere dazu an die Bundesregierung und die EU-Kommission, sagte der Präsident des Städtetags und Münsteraner Oberbürgermeister, Markus Lewe, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dabei müssten „alle politischen Ebenen einschließlich der Städte“ beteiligt werden.

„Wir stehen fest an der Seite der Menschen in der Ukraine. Die deutschen Städte wollen deshalb den Wiederaufbau der Ukraine aktiv unterstützen“, sagte Lewe (CDU). Im Moment stünden noch Solidaritätsmaßnahmen und humanitäre Hilfe im Vordergrund. „Aber es laufen schon Planungen für den Wiederaufbau – für Schulen, Krankenhäuser, Wohnungen, Verkehrsverbindungen und vieles mehr. Städte können einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau leisten.“ Vor Kriegsbeginn habe es etwa 75 Städte-Partnerschaften oder -Freundschaften deutscher und ukrainischer Städte gegeben, weitere seien in den vergangenen Monaten hinzugekommen. Der Städtetag wolle sich weiter etwa beim Austausch von Expertenwissen engagieren. „Die Ukraine ist ein Teil des demokratischen Europas.“

Denise Frommeyer

Kapitel

Donnerstag, 23. Juni

Nike kündigt Rückzug aus Russland an

20:02
23.06.2022
Der weltgrößte Sportartikelkonzern Nike will sich angesichts des andauernden Krieges gegen die Ukraine komplett aus Russland zurückziehen. „Nike hat die Entscheidung getroffen, den russischen Markt zu verlassen“, erklärte ein Sprecher am Donnerstag. Priorität habe nun, die Beschäftigten vor Ort zu unterstützen, während der Betrieb in den kommenden Monaten verantwortungsbewusst heruntergefahren werde. Der Adidas-Konkurrent hatte seine Geschäfte in Russland - wie viele andere westliche Unternehmen - bereits nach dem Einmarsch in die Ukraine deutlich eingeschränkt. Inzwischen wollen immer mehr Firmen Russland ganz den Rücken kehren.

Patrick Reichelt

Selenskyj begrüßt EU-Kandidatenstatus für Ukraine

19:22
23.06.2022
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Vergabe des EU-Kandidatenstatus für sein Land als „historischen Moment“ gewürdigt. „Die Zukunft der Ukraine liegt in der EU“, schrieb Selenskyj am Donnerstagabend bei Twitter.

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union hatten zuvor bei ihrem Gipfel in Brüssel die von Russland angegriffene Ukraine und Moldau in den Kreis der Beitrittskandidaten aufgenommen. Selenskyj hatte sich in den vergangenen Wochen massiv für eine Beitrittsperspektive starkgemacht, auch um die Moral seiner Bürger zu stärken.

Patrick Reichelt