Letztes Update:
20220612074010
Kapitel

Samstag, 11. Juni

Ukrainischer Generalstab: Kämpfe um Sjewjerodonezk halten an

17:47
11.06.2022
Die Kämpfe um die Großstadt Sjewjerodonezk in der Ostukraine halten nach Angaben des ukrainischen Militärs weiter an. Die russische Armee habe die zivile Infrastruktur in der Stadt sowie im benachbarten Lyssytschansk und drei weiteren Orten beschossen, teilte der Generalstab der ukrainischen Armee am Samstag per Facebook mit. Die ukrainischen Soldaten seien dabei, sich Angriffen der Russen in Sjewjerodonezk zu widersetzen. In dem Vorort Metelkino sei ein Angriff erfolgreich abgewehrt worden, die russische Armee habe sich zurückgezogen, hieß es in dem Lagebericht. In einem weiteren Vorort hielten die Kämpfe an. Unabhängig sind die Angaben nicht zu überprüfen.

Die strategisch wichtige Industriestadt Sjewjerodonezk ist die letzte Großstadt im Gebiet Luhansk, die sich noch nicht vollständig unter russischer und prorussischer Kontrolle befindet. Gekämpft wird um sie bereits seit Wochen.

Patrick Reichelt

Ukraine: Mindestens 287 Kinder seit Kriegsbeginn getötet

17:29
11.06.2022
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sind nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Kiew mindestens 287 Kinder getötet worden. Mehr als 492 wurden verletzt, wie die Behörde am Samstag mitteilte. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass zusätzlich zu den bereits bekannten Fällen in der Stadt Mariupol 24 weitere Kinder durch den wahllosen Beschuss vom russischen Militär ums Leben gekommen seien. Diese Zahlen seien nicht vollständig, da die Ermittlungen in den zurzeit umkämpften und den zeitweise von Russland besetzten und nun von der Ukraine zurückgewonnenen Gebieten noch anhielten.

Durch Bombardierungen und Beschuss seien 1971 Schulen und Bildungseinrichtungen beschädigt worden, hieß es in dem Bericht der Generalstaatsanwaltschaft weiter. Davon seien 194 vollständig zerstört. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Patrick Reichelt

Vettel mit politischer Botschaft zum Ukraine-Krieg

17:01
11.06.2022
Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel hat im Fahrerlager der Formel 1 erneut ein politisches Signal gesetzt. Der Hesse trug am Samstag bei seiner Ankunft vor dem Abschlusstraining in Baku ein weißes T-Shirt, auf dem in schwarz auf russisch die Worte „Freunde“ und „Frieden“ standen. Dazu waren zwei Hände beim Handschlag abgebildet. Zudem trug der 34-Jährige Schweißbänder in den blau-gelben Farben der Ukraine. Schon in den vergangenen Wochen hatte sich Vettel mehrfach vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine zu Wort gemeldet.

Aserbaidschan ist eine ehemalige Sowjetrepublik. Bis 1991 war neben der aserbaidschanischen Sprache auch die russische Amtssprache. Russisch wird dort heute noch in der Schule gelehrt.

Vettel rollte zudem wie zuletzt schon mehrfach auf einem Rad mit Regenbogenfarben ins Fahrerlager. Der Aston-Martin-Pilot macht seit geraumer Zeit immer wieder auf ökologische und politische Themen aufmerksam. Kurz nach Kriegsausbruch am 24. Februar trug er auch einen Rennhelm mit Ukraine-Flagge, zudem hatte er sich für einen Boykott des später abgesagten Russland-Rennens eingesetzt. Auch für den Umweltschutz und die Rechte von Homosexuellen setzt er sich ein.

Denise Frommeyer