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Russland verhängt Sanktionen gegen 287 britische Parlamentarier

11:30
27.04.2022
Russland hat 287 britische Unterhausabgeordnete wegen ihres Eintretens für die Ukraine mit Einreiseverboten belegt. Dies sei die Reaktion auf britische Strafmaßnahmen gegen 386 russische Parlamentarier, teilte das Außenministerium in Moskau am Mittwoch mit. Von den betroffenen Abgeordneten im Londoner Unterhaus gehören 213 den regierenden Konservativen an, 74 sind Labour-Abgeordnete. Andere Parteien waren nicht betroffen.

Es seien die Parlamentarier bestraft worden, die am meisten zu den Sanktionen gegen Russland und zur antirussischen Stimmung in Großbritannien beigetragen hätten, schrieb das Moskauer Ministerium. Zuvor waren bereits auch Premierminister Boris Johnson und weitere Regierungsmitglieder mit Einreiseverboten belegt worden.

Die britische Regierung unter Johnson ist eine der wichtigsten Unterstützerinnen der von Russland angegriffenen Ukraine. Das Verhältnis zwischen London und Moskau ist wegen russischer Giftanschläge auf Exilrussen in Großbritannien seit langem gespannt. Zugleich war London über Jahre ein wichtiger Anziehungspunkt für russische Oligarchen und ihr Geld.

Liz Mikos

Tschechien öffnet Generalkonsulat in Lwiw wieder

09:51
27.04.2022
Tschechien hat sein Generalkonsulat im westukrainischen Lwiw (Lemberg) nach zweimonatiger Unterbrechung wieder geöffnet. Das teilte das Außenministerium in Prag am Mittwoch mit. Das Konsulat war kurz nach dem Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine geschlossen worden.

Bereits vor zwei Wochen waren tschechische Diplomaten in die Botschaft in Kiew zurückgekehrt. Die diplomatische Präsenz seines Landes sei als „starke Geste der Unterstützung“ zu verstehen, sagte Tschechiens Außenminister Jan Lipavsky. „Es ist unsere moralische Pflicht, die Ukraine so weit wie möglich zu unterstützen.“

Derweil verurteilte der tschechische Regierungschef Petr Fiala den russischen Gaslieferstopp nach Polen und Bulgarien. Vonseiten Moskaus komme es damit zu einer „weiteren Eskalation der Lage“ und zur Verletzung gültiger Verträge. „Wir müssen uns schrittweise von unserer Abhängigkeit von russischen fossilen Rohstoffen befreien“, forderte der liberalkonservative Politiker bei Twitter.

Liz Mikos