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20220427153423

Russisches Militär meldet Zerstörung ausländischer Waffenlieferung

08:49
27.04.2022
Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine aus dem Ausland stammende größere Waffenlieferung an die Ukraine vernichtet. „Mit hochpräzisen seebasierten Langstreckenraketen vom Typ Kalibr wurden auf dem Gelände des Aluminiumkombinats Saporischschja Flughallen mit einer großen Ladung ausländischer Waffen und Munition zerstört“, teilte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Mittwoch mit. Die Waffen stammten aus den USA und Europa, fügte er hinzu.

Unabhängig konnten der Bericht nicht überprüft werden. Die ukrainischen Behörden hatten am Dienstag ohne weitere Details von Raketentreffern auf ein Unternehmen in Saporischschja berichtet.

Nach Konaschenkows Angaben flog die russische Luftwaffe seit Dienstag 59 Angriffe gegen Militärobjekte in der Ukraine, Artillerie und Raketenstreitkräfte beschossen 573 Ziele. Neben Truppenansammlungen und Stellungen für Artillerie, Luftabwehr und Raketenwerfer seien dabei auch Munitionsdepots vernichtet worden, sagte der Generalmajor. Zudem meldete er den angeblichen Abschuss von zwei Bayraktar-Drohnen.

Liz Mikos

London: Schwere Waffen wie Panzer und Flugzeuge für Ukraine

08:46
27.04.2022
Großbritannien hat sich für die Lieferung von Panzern und Flugzeugen an die Ukraine ausgesprochen. „Schwere Waffen, Panzer, Flugzeuge - wir graben tief in unseren Beständen, steigern die Produktion“, wollte Außenministerin Liz Truss in einer für Mittwochabend geplanten Rede nach Angaben ihres Ressorts sagen. „Wir können uns nicht zurücklehnen: Das Schicksal der Ukraine bleibt in der Schwebe.“ Weitere Details zu Lieferungen gingen aus der Mitteilung des Ministeriums nicht hervor.

Premierminister Boris Johnson sagte am Dienstagabend, Großbritannien und andere Staaten würden trotz russischer Warnungen die Ukraine weiter mit Geheimdienstinformationen, Ausbildung und Waffen „in Nato-Qualität“ versorgen. Er unterstützte zudem ukrainische Angriffe auf Ziele in Russland. „Sie werden von russischem Territorium aus angegriffen. Sie haben ein Recht, sich zu schützen und zu verteidigen“, sagte Johnson dem Sender TalkTV. Im Parlament hatte Verteidigungsstaatssekretär James Heappey zuvor angekündigt, London werde Panzerabwehrlenkwaffen vom Typ Brimstone an Kiew liefern.

Außenministerin Truss wollte in ihrer Rede mit Nachdruck vor einem russischen Sieg warnen. „Wenn Putin Erfolg hat, wird es in ganz Europa noch mehr Elend sowie schreckliche Folgen in der ganzen Welt geben. Wir würden uns nie wieder sicher fühlen“, wollte Truss nach Angaben ihres Ministeriums sagen. „Wir müssen also auf lange Sicht vorbereitet sein und unsere Unterstützung für die Ukraine verdoppeln.“ Das Ziel der Nato-Staaten, jährlich mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben, müsse „der Fußboden, nicht die Decke“ sein.

Liz Mikos