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20220414092639

Neue Angriffe auf Strom-Infrastruktur in der Ukraine

12:20
12.04.2022
Die ukrainische Strom-Infrastruktur ist nach Erkenntnissen von Experten Ziel neuer Cyberangriffe aus Russland. Speziell werde versucht, Umspannwerke lahmzulegen, berichtete die IT-Sicherheitsfirma Eset am Dienstag. Die Eset-Forscher entdeckten gemeinsam mit ukrainischen Behörden eine neue Version der Schadsoftware „Industroyer“, die bereits 2016 von der Hacker-Gruppe „Sandworm“ eingesetzt worden war. Bei „Sandworm“ gehen westliche IT-Experten und Geheimdienste von einer Verbindung zum russischen Militärgeheimdienst GRU aus.

In der Ukraine spielte sich einer der wenigen bekannten Fälle erfolgreicher Cyber-Sabotage im Stromnetz mit einem großflächigen Ausfall im Dezember 2015 ab. Auch diese Attacke gilt als Werk russischer Hacker.

Im März entfernte die US-Bundespolizei FBI Schadsoftware der „Sandworm“-Gruppe in einer großen Aktion von infizierter Computertechnik. Damit sei ein Botnet gestoppt worden, bei dem die Rechenleistung gekaperter Geräte für Attacken genutzt worden sei.

Liz Mikos

EU schickt Zelte und Decken für Ukraine-Flüchtlinge nach Moldau

11:46
12.04.2022
Im ukrainischen Nachbarland Moldau wird von der EU ein Lagerhaus für Hilfsgüter für Flüchtlinge eingerichtet. Zudem werden diese Woche mehr als 1.200 Zelte und 4.000 Decken geliefert für Menschen, die durch den Krieg vertrieben worden sind, wie die zuständige EU-Kommission am Dienstag mitteilte.

„Der Bedarf der betroffenen Zivilisten an humanitärer Hilfe nimmt angesichts des äußerst brutalen militärischen Angriffs Russlands auf die Ukraine exponentiell zu“, sagte der das Krisenmanagement koordinierende Kommissar Janez Lenarčič. Um allen Menschen in Not helfen zu können, müssten nun alle verfügbaren Kapazitäten mobilisiert werden.

Jeff Wiltzius

Frankreich enttarnt sechs russische Geheimagenten

10:19
12.04.2022
Frankreich verweist sechs russische Geheimagenten des Landes. Die Agenten, die unter diplomatischem Deckmantel operiert hätten und deren Aktivitäten den nationalen Interessen entgegengestanden hätten, seien zu unerwünschten Personen erklärt worden, teilte das Pariser Außenministerium am Montagabend mit. Nach sehr langen Ermittlungen sei es den französischen Sicherheitsbehörden gelungen, die versteckte Operation der russischen Geheimdienste aufzudecken. Details zu den Tätigkeiten der Agenten nannte das Ministerium nicht. Nach Informationen des Senders Franceinfo laufen die Ermittlungen gegen die Personen schon seit mehreren Monaten. Frankreichs Innenminister lobte die Enttarnung auf Twitter als „bemerkenswerte Operation der Spionageabwehr“.

Tom Rüdell