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20220414092639

Putin glaubt an Erfolg von „Spezialoperation“

09:51
12.04.2022
Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich mit Blick auf den Krieg gegen die Ukraine einmal mehr siegesgewiss gezeigt. Die Ziele der „Spezialoperation“ würden erreicht, sagte Putin am Dienstag während der Besichtigung des russischen Weltraumbahnhofs „Wostotschny“ im äußersten Osten des Landes der Agentur Interfax zufolge. „Daran gibt es keinen Zweifel.“

Der russische Präsident verteidigte zudem erneut seine Entscheidung über den Einmarsch in die Ukraine vor knapp sieben Wochen als alternativlos. Die Operation diene der Gewährleistung der russischen Sicherheit: „Wir hatten keine andere Wahl“, sagte Putin. Der Konflikt mit den „antirussischen Kräften in der Ukraine“ sei nur eine Frage der Zeit gewesen. Viele internationale Experten hatten dem Kremlchef in der Vergangenheit hingegen vorgeworfen, den Schutz russischer Menschen in der Ukraine nur als Vorwand für den Krieg zu benutzen.

Putin betonte zudem, dass sich Russland nicht vom Rest der Welt abschotten wolle. Auch die Sanktionen, mit denen der Westen auf die russische Invasion reagierte, können Russland nach Ansicht Putins nicht isolieren. Moskau werde sein technisches und technologisches Potenzial - speziell im Weltall - weiter ausbauen, sagte er.

Liz Mikos

Prorussische Separatisten streiten Giftgas-Angriff in Mariupol ab

09:31
12.04.2022
Prorussische Separatisten haben den Vorwurf ukrainischer Kämpfer zurückgewiesen, sie hätten einen Giftgasangriff in der Hafenstadt Mariupol ausgeführt. Eduard Bassurin, ein Sprecher der Donezker Separatisten, sagte der russischen Agentur Interfax am Dienstag: „Die Streitkräfte der Donezker Volksrepublik haben in Mariupol keine chemischen Waffen eingesetzt.“ In der Nacht hatte das ultranationalistische ukrainische Asow-Regiment von einem solchen Angriff berichtet. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür allerdings auch von ukrainischer Seite nicht.

„Nach vorläufigen Angaben gibt es die Annahme, dass es wohl Phosphorkampfmittel waren“, sagte die stellvertretende Verteidigungsministerin Hanna Maljar am Vormittag im ukrainischen Fernsehen. Endgültige Schlussfolgerungen könne es erst später geben. Welche Kampfmittel genau zum Einsatz gekommen sein sollen, sagte Maljar nicht. Das Risiko eines russischen Chemiewaffeneinsatzes sei jedoch groß, betonte sie.

Nach Angaben von Militärexperten spitzt sich die Lage in der weitgehend zerstörten und strategisch wichtigen Hafenstadt Mariupol zu. Die belagerte Stadt wird vor allem von Marineinfanterie verteidigt, die zu den Eliteeinheiten der Armee gehört. Das von extremen Nationalisten gegründete und dominierte Regiment Asow gehört hingegen zur Nationalgarde und untersteht damit formal dem Innenministerium.

Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge wird die Stadt von etwa 10.000 russisch geführten Soldaten belagert - auf ukrainischer Seite ist von weitaus weniger Kämpfern auszugehen. Früheren Angaben zufolge waren dort mindestens 3.000 ukrainische Soldaten, von denen sich mittlerweile Hunderte ergeben haben. Die seit anderthalb Monaten andauernden Kämpfe fordern zudem auch täglich hohe Verluste an Toten und Verwundeten. Genaue Zahlen sind aber erst nach dem Ende der Kämpfe zu erwarten.

Liz Mikos