Letztes Update:
20220414092639

Salpetersäure-Lager bei Kämpfen in der Ostukraine beschädigt

16:07
09.04.2022
Unweit der umkämpften ostukrainischen Stadt Rubischne ist offenbar ein Lager mit Salpetersäure durch Beschuss beschädigt worden. „Wenn Sie in einem Gebäude sind, schließen Sie Türen und Fenster!“, warnte der Gouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, am Samstag. Menschen in Bombenschutzkellern sollten diese nicht verlassen. Gleichzeitig veröffentlichte er ein Video mit einer dicken rötlichen Wolke, die von Salpetersäure stammen soll.

Hajdaj sprach von russischem Beschuss. Die prorussischen Separatisten von Luhansk machten dagegen ukrainische Kräfte für den Chemieunfall verantwortlich. Die Berichte waren nicht unabhängig überprüfbar. Salpetersäure kann unter anderem gesundheitsschädigende Dämpfe freisetzen.

Im benachbarten Lyssytschansk forderte der Chef der militärischen Stadtverwaltung die verbliebenen Bürger zu Flucht auf. „Leider lässt der Beschuss nicht nach“, sagte Olexander Sajika in einer Videobotschaft. Es sei überall gefährlich. Das Gebiet Luhansk werde jedoch nicht aufgegeben.

LW-Springer

Youtube sperrt russischen Parlamentskanal

15:42
09.04.2022
Russlands Parlament hat die Blockade seines Kanals auf der Videoplattform Youtube beklagt und eine möglicherweise baldige Sperrung von Youtube in Russland angedeutet. Youtube habe über die Sperrung der Seite informiert, auf der bislang etwa Übertragungen von Plenarsitzungen gezeigt wurden, teilte die Staatsduma am Samstag im Netzwerk VKontakte mit. Der Youtube-Kanal der Staatsduma war am Samstag tatsächlich nicht mehr aufrufbar.

Der US-Konzern Google, zu dem Youtube gehört, erklärte die Blockade laut der russischen Agentur Interfax mit Sanktionen und sich daraus ergebenden Handelsbestimmungen. Die USA hatten als Reaktion auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine Ende März die gesamte Staatsduma auf ihre Sanktionsliste gesetzt.

Russlands Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin behauptete, IT-Unternehmen würden von US-Behörden zu einem „Informationskrieg“ gegen Moskau gezwungen. „Das können wir nicht zulassen“, schrieb Wolodin auf Telegram.

Seit dem Einmarsch ins Nachbarland Ukraine ist Russland in den vergangenen Wochen massiv gegen ausländische Social-Media-Plattformen vorgegangen. Viele Nutzer befürchten, dass nach der Blockade von Facebook, Instagram und Twitter bald auch Youtube in Russland abgeschaltet werden könnte. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, schrieb nun auf Telegram: „Anscheinend hat Youtube sein eigenes Urteil unterzeichnet. Speichert eure Inhalte, übertragt sie auf russische Plattformen. Und zwar schnell.“

LW-Springer