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Johnson sagt der Ukraine gepanzerte Fahrzeuge zu

18:43
09.04.2022
Der britische Premierminister Boris Johnson hat der Ukraine zur Abwehr des russischen Angriffs 120 gepanzerte Fahrzeuge und Anti-Schiffsraketensysteme zugesagt. „Wir steigern unsere militärische und wirtschaftliche Unterstützung und bringen eine weltweite Allianz zusammen, um diese Tragödie zu beenden“, sagte Johnson nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew am Samstag. Es müsse sichergestellt werden, dass „die Ukraine als freie und souveräne Nation überlebt und gedeiht“. Johnson war am Samstag überraschend in die ukrainische Hauptstadt gereist.

Die neuen Waffenlieferungen gingen über die Zusage vom Vortag hinaus, Rüstungsgüter im Wert von 100 Millionen Pfund (120 Millionen Euro) zu schicken, teilte die britische Regierung mit. Zu diesem Paket zählen moderne Luftabwehr-Raketen vom Typ Starstreak, 800 Panzerabwehrwaffen sowie lenkbare Präzisionsmunition. Großbritannien ist bereits einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine und hat Waffen geliefert.

„Die Ergebnisse werden nicht lange auf sich warten lassen, aber man kann jetzt sagen: Wir werden noch stärker“, sagte Selenskjys Stabschef Andrij Jermak der „Ukrajinska Pravda“ zufolge. Johnson kündigte an, dass London für einen weiteren Weltbank-Kredit von 500 Millionen US-Dollar (361 Millionen Euro) an die Ukraine bürgen werde.

LW-Springer

EU bezeichnet Angriff auf Bahnhof als Kriegsverbrechen Russlands

15:46
09.04.2022
Die Europäische Union hat Russland für den Angriff auf den Bahnhof im ostukrainischen Kramatorsk mit mehr als 50 Toten verantwortlich gemacht. Der außenpolitische Sprecher der EU sprach am Samstag von einem Kriegsverbrechen und stellte den Angriff in eine Reihe mit „von den russischen Streitkräften begangenen Gräueltaten in Butscha, Borodjanka und anderen Städten und Dörfern“ in der Ukraine.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich am Samstag zudem erneut erschüttert über das Vorgehen der russischen Armee im Kiewer Vorort Butscha, den sie am Vortag besucht hatte. „Mein Instinkt sagt: Wenn das kein Kriegsverbrechen ist, was ist dann ein Kriegsverbrechen? Aber ich bin eine gelernte Ärztin und das müssen nun Juristen sorgfältig ermitteln“, sagte sie am Morgen auf der Rückreise von Kiew nach Polen vor Journalisten. Am Nachmittag wurde sie in Warschau zu einer Geberkonferenz für die Ukraine erwartet. Aus dem Osten der Ukraine wurden unterdessen weitere Kämpfe gemeldet.

 

LW-Springer