Die Corona-Zahlen stiegen weiter. Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 248 838 neue Fälle innerhalb eines Tages. Vor einer Woche waren es 190 148. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 1349,5 nach 1283,2 am Vortag und 1073,0 vor einer Woche. Erwartet wird der Scheitelpunkt der Omikron-Welle Mitte des Monats. In seinem am Donnerstagabend erschienenen Wochenbericht schreibt das RKI, die Belastung der Intensivstationen halte durch eine Vielzahl sehr schwer an Covid-19 erkrankter Personen, überwiegend aus der Delta-Welle, weiterhin an, zeige aber gegenwärtig noch keinen durch die Omikron-Welle verursachten steigenden Trend.
Währenddessen werden die Pläne einiger Bundestagsabgeordneter für eine Corona-Impfpflicht konkreter. Die sieben Abgeordneten von SPD, Grünen und FDP schlagen in einem Eckpunktepapier vor, dass eine Impfpflicht für alle Erwachsenen ab 18 mit «dauerhaftem Aufenthalt in Deutschland» gelten soll. Sie wäre mit drei Impfungen erfüllt und befristet bis Ende nächsten Jahres. Das «Redaktionsnetzwerk Deutschland» und die «Rheinische Post» hatten über das Papier berichtet, das auch der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Dem Vorschlag zufolge würden die Krankenkassen eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung spielen, sollte das Gesetz in Kraft treten. Sie würden ihre Versicherten informieren, über ein Impfportal den Impfstatus abfragen und speichern. Wer keinen Nachweis erbringt, dem sollen den Plänen zufolge Bußgelder drohen, zur Not auch mehrfach.