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Zwei Männer sollen mit Abrechnungen von Corona-Tests betrogen haben

13:44
04.02.2022
Zwei Männer im Alter von 36 Jahren und 45 Jahren sollen mit Corona-Tests betrogen haben. Der Ältere, der in Mannheim eine Apotheke mit einer Teststelle für Antigen-Schnelltests betreibe, soll seit Monaten mehr Tests über die kassenärztliche Vereinigung abgerechnet haben als gemacht worden waren. Daran beteiligt gewesen sein soll der wegen Betrugsdelikten polizeibekannte 36-Jährige, teilten die Staatsanwaltschaft Tübingen und die Kriminalpolizeidirektion Esslingen am Freitag mit.

Der 36-Jährige bot in seiner Rottenburger Bar Gästen an, sich selbst zu testen oder testen zu lassen. Es handelte sich bei der Bar aber nicht um eine zugelassene Teststelle, die zur Abrechnung mit der kassenärztlichen Vereinigung berechtigt war. Den Gästen sollen auch ohne vorherigen Test Bescheinigungen der Mannheimer Apotheke vorgelegt worden sein, die sie ausfüllen sollten. Skeptischen Gästen wurde auf Nachfrage erklärt, es handle sich nur um ein Formular für die Kontaktverfolgung. Die beiden Verdächtigen sind auf freiem Fuß.

(dpa)

Drosten empört wegen Vertuschungs-Vorwürfen zum Corona-Ursprung

13:43
04.02.2022
Der Virologe Christian Drosten hat sich empört über die Äußerungen des Hamburger Forschers Roland Wiesendanger im Magazin «Cicero» gezeigt, in denen dieser Drosten und weitere Virologen der gezielten Täuschung zum Ursprung der Corona-Pandemie bezichtigt. «Cicero bietet einem Extremcharakter die Bühne und provoziert persönliche Angriffe gegen mich durch suggestive Fragen», kritisierte Drosten am Donnerstagabend via Twitter. Belastbaren Tatsachenbehauptungen werde ausgewichen, so der Wissenschaftler von der Berliner Charité. «Das ist kein Interview, sondern ein Vorkommnis.»

Zuvor war neben dem Interview mit dem Nanowissenschaftler Wiesendanger im «Cicero» auch eines mit ihm in der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ) erschienen. In beiden führte der Forscher in mehreren Punkten seine Theorie aus, Sars-CoV-2 stamme aus einem Labor in Wuhan. Führenden internationalen Virologen wie Drosten, die von einem Ursprung des Virus aus dem Tierreich ausgehen, warf er bewusste Irreführung und Vertuschung vor.

Eine Expertengruppe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) war in einem Bericht zur Herkunft des Coronavirus zu dem Schluss gekommen, die Theorie, das Virus könne mit einem Labor-Vorfall zu tun haben und sei somit künstlichen Ursprungs, sei «extrem unwahrscheinlich».

Wiesendanger, der an der Universität Hamburg arbeitet, vertritt schon länger eine gegensätzliche Position. Vor rund einem Jahr sorgte er mit einer Untersuchung für Schlagzeilen, in der er zum Ergebnis kam, dass sowohl Zahl als auch Qualität der Indizien für einen Labor-Unfall am virologischen Institut der Stadt Wuhan als Ursache der Pandemie sprächen. In der Kritik stand nicht zuletzt die Methodik der Arbeit – als Quellen nutzte er beispielsweise auch Youtube-Videos.

Die «Cicero»-Redaktion reagierte zunächst ihrerseits mit einem Tweet auf Drostens Kritik. «Wir halten die Kategorisierung unseres Gesprächspartners als "Extremcharakter" in diesem Kontext für nicht weiterführend», hieß es. Man biete an, ein Streitgespräch zwischen Wiesendanger und Drosten zu organisieren und zu dokumentieren.

(dpa)

Kombinierer Frenzel nach Corona-Schock: Nicht der erhoffte Start

13:42
04.02.2022
Olympiasieger Eric Frenzel hat sich nach seinem positiven Corona-Test vor dem Beginn der Winterspiele in China zu Wort gemeldet. Der Nordische Kombinierer schrieb am Freitag bei Instagram: «Nicht der Start den ich mir hier in Peking erhofft habe! - Covid positiv». Dazu postete der 33-Jährige ein Foto, auf dem er mit FFP2-Maske vor Gepäckstücken mit fragendem Ausdruck in die Kamera schaut. «Dann hoffen wir jetzt mal das beste, um hier recht bald wieder aus der Isolation frei zu kommen», ergänzte Frenzel.

Der deutsche Fahnenträger von 2018 war wie sein Teamkollege Terence Weber bei der Einreise am Donnerstag positiv getestet worden und musste sich in ein Isolationshotel begeben, nachdem Nachtests am Freitag das Ergebnis bestätigt hatten. Der dreimalige Olympiasieger präsentierte sich in diesem Winter bislang so konstant wie lange nicht. Zudem gilt Frenzel als Großereignis-Experte, vor vier Jahren in Südkorea holte er zweimal Gold und einmal Bronze. Das erste Einzel in Zhangjiakou findet am kommenden Mittwoch statt, ob Frenzel und Weber starten können, ist fraglich und hängt von den Ergebnissen weiterer Corona-Tests ab.

(dpa)

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