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Auch Lindner spricht sich für Öffnungsperspektive trotz Omikron aus

08:19
03.02.2022
Bundesfinanzminister Christian Lindner hat sich Forderungen nach einer baldigen Lockerung der Corona-Regeln angeschlossen. «Es geht nicht darum, dass jetzt alle Maßnahmen fallen», sagte der FDP-Politiker am Donnerstag in der RTL-Sendung «Guten Morgen Deutschland» angesichts der noch steigenden Inzidenzen inmitten der Omikron-Welle.

Aber eine verlässliche Planung sei notwendig, etwa für den kulturellen Bereich oder die Veranstaltungsbranche. Er verwies darauf, dass am 19. März die gesetzlichen Grundlagen der gegenwärtigen Corona-Maßnahmen auslaufen.

Lindner nannte als Beispiel die bundesweite Abschaffung der 2G-Regel im Einzelhandel, die zuletzt Schleswig-Holstein und Hessen angekündigt und weitere Bundesländer aufgrund von Gerichtsbeschlüssen bereits umgesetzt haben. Die 2G-Regel richte wirtschaftlichen Schaden an, ohne dass sie einen wirksamen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leiste. «Und deshalb ist 2G im Handel nicht erforderlich, die Maske ist es schon», betonte der Minister bei RTL und ntv. 2G bedeutet, dass nur Geimpfte oder Genesene Zutritt haben.

Die Lockerungsdebatte hatte trotz Rekord-Infektionszahlen zuletzt an Fahrt aufgenommen. Der designierte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai forderte eine «konkrete Exit-Strategie» mit klar definierten Schritten aus den Corona-Beschränkungen. Der CSU-Vorsitzende Markus Söder sprach sich in der «Bild» (Donnerstag) dafür aus, «konsequente Öffnungsschritte» jetzt anzugehen. Manche Experten mahnten jedoch zur Vorsicht.

(dpa)

Corona: DFL-Chefin befürchtet Minus von 1,3 Milliarden Euro

07:40
03.02.2022
Die neue DFL-Chefin Donata Hopfen befürchtet weiter wachsende Finanzprobleme der Fußball-Bundesligisten durch die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie.

«Angesichts der Kapazitätsbeschränkungen könnten die Verluste nach der laufenden Saison bis zu 1,3 Milliarden Euro in drei Spielzeiten betragen», schrieb Hopfen in einem Beitrag für das «Handelsblatt».

«Nimmt man die letzte Saison vor Corona (2018/19) zum Maßstab, dann haben allein die vergangenen beiden Spielzeiten den deutschen Profifußball fast 800 Millionen Euro an Ticket- und Cateringerlösen gekostet.» Hopfen ist seit Beginn des Jahres Nachfolgerin von Christian Seifert als Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga.

Hopfen befürchtet Wettbewerbsnachteile für die deutschen Clubs. «In anderen europäischen Topligen sind die Stadien gut gefüllt. In der Bundesliga hingegen waren aufgrund der politischen Verordnungen zuletzt nur wenige bis gar keine Fans», schreibt die DFL-Geschäftsführerin.

Nach einem Beschluss der Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien dürfen nun wieder 10 000 Menschen in die Fußball-Stadien bei einer Auslastung von maximal 50 Prozent. Dieser Beschluss ist für die Bundesländer bindend, muss aber noch in die jeweiligen Corona-Verordnungen übernommen werden. In Nordrhein-Westfallen erfolgte das noch am Mittwoch.

(dpa)

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