Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan hat bei der Impfkampagne eine gezielte Ansprache von Menschen mit Einwanderungsgeschichte gefordert.
Sie setze dabei vor allem auf aufsuchende Beratung und Aufklärung in verschiedenen Sprachen, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag im ARD-«Morgenmagazin». «Wir müssen da jetzt wirklich große Anstrengungen setzen.» Am vergangenen Wochenende hatte Alabali-Radovan eine Corona-Impfaktion in den Berliner Neukölln-Arkaden besucht.
Alabali-Radovan wies auf die weiter unklare Datenlage zu dem Impfverhalten von Migranten hin. «Die Studien, die bisher existieren, sind da noch nicht so aussagekräftig», sagte sie. Sie verwies darauf, dass in Bundesländern mit niedriger Impfquote wie Brandenburg, Sachsen und Thüringen der Anteil der Menschen mit Einwanderungsgeschichte kleiner sei als etwa in Bremen, dem Land mit der höchsten Impfquote. «Da sehen wir, dass wir genauer hinschauen müssen», sagte die SPD-Politikerin. Sie blicke daher gespannt auf die Studie zur Impfbereitschaft von Migranten, die am Donnerstagvormittag vorgestellt werden sollte.