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Integrationsbeauftragte: Migranten gezielt beim Impfen ansprechen

07:11
03.02.2022
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan hat bei der Impfkampagne eine gezielte Ansprache von Menschen mit Einwanderungsgeschichte gefordert.

Sie setze dabei vor allem auf aufsuchende Beratung und Aufklärung in verschiedenen Sprachen, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag im ARD-«Morgenmagazin». «Wir müssen da jetzt wirklich große Anstrengungen setzen.» Am vergangenen Wochenende hatte Alabali-Radovan eine Corona-Impfaktion in den Berliner Neukölln-Arkaden besucht.

Alabali-Radovan wies auf die weiter unklare Datenlage zu dem Impfverhalten von Migranten hin. «Die Studien, die bisher existieren, sind da noch nicht so aussagekräftig», sagte sie. Sie verwies darauf, dass in Bundesländern mit niedriger Impfquote wie Brandenburg, Sachsen und Thüringen der Anteil der Menschen mit Einwanderungsgeschichte kleiner sei als etwa in Bremen, dem Land mit der höchsten Impfquote. «Da sehen wir, dass wir genauer hinschauen müssen», sagte die SPD-Politikerin. Sie blicke daher gespannt auf die Studie zur Impfbereitschaft von Migranten, die am Donnerstagvormittag vorgestellt werden sollte.

(dpa)

Höhere Schnelltest-Nachfrage: Siemens Healthineers erhöht Prognose

06:33
03.02.2022
 Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers erhöht nach einem besser als erwartet ausgefallenen ersten Quartal die Prognose für das Geschäftsjahr 2021/22.

So sei die Nachfrage nach Antigen-Schnelltests zum Nachweis von Covid-19 in Europa gestiegen, zudem seien diese auch in den USA zugelassen worden, begründete das Unternehmen am Donnerstag in Erlangen den Schritt. Eigentlich hatte Healthineers damit gerechnet, dass das Geschäft mit den Schnelltests stärker abebben dürfte.

Für das laufende Geschäftsjahr (per Ende September) rechnet Healthineers nun mit einem vergleichbaren Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent, nachdem das Unternehmen zuletzt bestenfalls zwei Prozent Wachstum in Aussicht gestellt hatte. Darin ausgeklammert sind Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe. Die Schnelltests sollen etwa 700 Millionen Euro Umsatzbeitrag liefern, statt bisher 200 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sieht Healthineers dadurch bei 2,18 bis 2,30 Euro. Auch hier war die Siemens-Tochter von weniger ausgegangen.

Das erste Quartal fiel dank der guten Geschäfte mit den Schnelltests besser aus als erwartet. Umsatz und Ergebnis legten deutlich zu. Lediglich die bereinigte operative Marge (Ebit) sank von 19,1 auf 17,6 Prozent. Hier schlugen die höheren Kosten für Beschaffung und Logistik durch sowie negative Währungseffekte.

(dpa)

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