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Schauspieler Herbert Knaup über Corona: Distanzierung wird bleiben

04:21
23.02.2022
Nach Einschätzung des Schauspielers Herbert Knaup («Die Kanzlei») wird die Corona-Pandemie den Menschen auch längerfristig die Unbeschwertheit im Zusammenleben nehmen.

«Es wird irgendwo ein gemeinsames Erlebnis für uns alle bleiben», sagte der 65-jährige Schauspieler der Deutschen Presse-Agentur. «Die Menschlichkeit und die Herzlichkeit, die ist schon ein bisschen auf der Strecke geblieben.» Wenn man diese Eigenschaften noch habe und weitergeben könne, sollte man das auf jeden Fall weiter tun, «sich gegenseitig alles Gute wünschen und aufeinander zugehen», sagte Knaup.

«Ich bin auch jemand, der nach wie vor Menschen umarmt. Auch mit Maske» - allerdings nicht unabhängig vom Impfstatus, wie er verriet. Schon vor der Pandemie hätten etwa Handys zur Distanzierung beigetragen, weil sich die Menschen mit den Geräten statt mit anderen Menschen beschäftigten. «Jetzt ist es eigentlich noch stärker geworden», sagte Knaup mit Blick auf die Entfremdung. Er zeigt aber auch Optimismus: «Das wird schon wieder. Ich habe da die Hoffnung noch nicht aufgegeben.»

Knaup ist am Freitag im Ersten als Anwalt Markus Gellert im Serienspecial «Die Kanzlei - Reif für die Insel» zu sehen. Erstmals erhält die erfolgreiche Serie mit Sabine Postel als Anwältin Isa von Brede einen 90-minütigen Fernsehfilm. Dabei begleitet das Publikum die Anwälte raus aus Hamburg und auf die Ostsee-Insel Fehmarn.

(dpa)

Kapitel

Dienstag, 22. Februar

Steinmeier: Afrika braucht eigene Impfstoffproduktion

18:00
22.02.2022
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die nach wie vor ungerechte Verteilung von Impfstoff gegen das Corona-Virus kritisiert und den Aufbau einer eigenen Produktion in Afrika begrüßt. «Es ist wenig Impfstoff in Afrika angekommen im ersten Jahr der Pandemie», sagte Steinmeier am Dienstag bei seinem Besuch im Senegal. «In Zeiten der größten Not haben die Länder, in denen Impfstoffe produziert werden, natürlich zunächst einmal für die eigene Bevölkerung, für die Nachbarstaaten gesorgt.»

Deutschland habe sich zwar von Anfang an stark an der Impfstoff-Initiative Covax beteiligt, sagte Steinmeier. «Gleichwohl, die Verteilung ist nach wie vor nicht gerecht.» Es gebe nur eine wirkliche Abhilfe, die Impfstoffproduktion auf dem afrikanischen Kontinent selbst. Das werde deutlich, wenn man sich vor Augen halte, dass die in Afrika verabreichten Impfstoffe zu fast 100 Prozent außerhalb des Kontinents hergestellt werden. «Hier ist Änderung notwendig.»

Steinmeier besichtigte in Dakar den Ort, wo das deutsche Unternehmen Biontech demnächst eine mobile Produktionsstätte für Impfstoffe errichten will. Dieses modulare System war vor einer Woche im hessischen Marburg vorgestellt worden. Dabei geht es nicht nur um Impfstoffe gegen Corona, sondern beispielsweise auch gegen Malaria.

Zur Forderung, Unternehmen wie Biontech sollten die Patente auf den von ihnen entwickelten Impfstoff freigeben, sagte Steinmeier, die Diskussion habe sich weiterentwickelt. Vor einem Jahr habe sich die Debatte noch um diese Frage gedreht. «Aber auch hier in Afrika weiß man, dass die Patentfreigabe zu einem Zeitpunkt, in dem es keinerlei Fertigungsstätten in Afrika gibt, nichts geholfen hätte.» In seinen Gesprächen mit Senegals Präsident MackySall habe sich gezeigt, dass heute die Ansiedelung von Produktionsstätten Priorität habe.

(dpa)

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