Letztes Update:
20220218084357

RKI-Vizepräsident Schaade: Höhepunkt der Omikron-Welle überschritten

08:43
18.02.2022
Der Vizepräsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lars Schaade, sieht zwar den Zenit der Omikron-Welle überschritten, die Gefahr aber noch nicht gebannt. «Unsere Daten deuten darauf hin, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle überschritten ist», sagte Schaade am Freitag in Berlin.

Das betreffe die Fallzahlen und auch die PCR-Testungen. «Allerdings ist der Scheitelpunkt für die Intensivstationen noch nicht erreicht», mahnte er. Einen sicheren Rückgang sehe man auch bei den Todesfällen noch nicht.

Die Situation ermögliche nun eine stufenweise und vorsichtige Rücknahme der Infektionsschutzmaßnahmen – stets unter aufmerksamer Beobachtung der Situation, so Schaade. Er mahnte jedoch, die Kliniken und Intensivstationen seien weiter teils stark belastet, und Omikron sei immer noch weit verbreitet, was ein weiterhin hohes Infektionsrisiko bedeute. Zudem nehme der Anteil des Omikron-Subtyps BA.2, der nach aktuellem Kenntnisstand noch leichter übertragbar ist, zu. Setze sich dieser weiter durch, sei es «nicht auszuschließen, dass die Fallzahlen langsamer sinken oder auch wieder ansteigen», so Schaade.

Gefährdete Menschen müssten weiter besonders geschützt werden, sagte der RKI-Vizechef. «Deshalb ist es wichtig, Schutzmaßnahmen in Krankenhäusern und Pflegeheimen weiter aufrechtzuerhalten.» Er mahnte zu besonderer Vorsicht beim Kontakt mit gefährdeten Menschen. «Machen Sie vorher einen Test, auch wenn Sie geimpft oder genesen sind. Halten Sie Abstand, und wenn Sie sich drinnen treffen, tragen Sie am besten eine Maske und lüften reichlich», betonte er. Zudem bekräftigte er den Appell, sich – falls noch nicht geschehen – dringend impfen zu lassen. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, und Sars-Cov-2 werde nicht verschwinden, so Schaade.

(dpa)

FDP-Fraktionschef: Nach 19. März spezifische Corona-Maßnahmen

08:43
18.02.2022
Die FDP will nach den Worten ihres Fraktionschefs Christian Dürr für die Zeit nach dem 19. März allenfalls die Fortführung spezifischer Corona-Schutzmaßnahmen mittragen.

«Zum Thema Schutz vulnerabler Gruppen beispielsweise könnte ich mir vorstellen, dass wir weiterhin Testungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen haben», sagte Dürr am Freitag im ARD-«Morgenmagazin». In Innenräumen solcher Einrichtungen sei auch eine Maskenpflicht denkbar, wenn sie dort notwendig sei. Vorstellbar sei für ihn auch die Fortsetzung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen.

«Wir werden jetzt innerhalb der Ampel und mit den Ländern darüber reden. Aber wir brauchen keinen breiten Instrumentenkasten mehr», sagte Dürr. «Sollte sich die Lage ändern, sind wir jederzeit handlungsfähig.» Dann könne der Bundestag innerhalb weniger Tage Maßnahmen beschließen. Aber der FDP-Politiker machte auch klar: «Was wir nicht machen sollten, sind Freiheitseinschränkungen auf Vorrat. Die Menschen wollen zur Normalität zurückkehren.»

Bund und Länder hatten am Mittwoch vereinbart, über den 19. März hinaus «Basisschutzmaßnahmen» zu ermöglichen. Die Länder zählen dazu unter anderem Maskenpflichten in Innenräumen, Bussen und Bahnen, Testvorgaben sowie Pflichten zum Nachweis von Impf-, Genesenen- und Teststatus. Solche Möglichkeiten seien auch für Schulen und Kitas nötig. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte zugesichert, er werde sich dafür verwenden, dass Regelungen zu Masken, Abstand und anderen Schutzmaßnahmen im Gesetzgebungsprozess aufgegriffen werden.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden