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Wirtschaftsministerin gegen Recht auf Homeoffice

07:05
18.02.2022
Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hat sich in der Debatte über Möglichkeiten für Homeoffice auch nach dem geplanten Wegfall der meisten Corona-Auflagen gegen einen Rechtsanspruch ausgesprochen.

Die CDU-Politikerin sagte in Stuttgart, man habe in der Corona-Krise tagtäglich erlebt, dass in den allermeisten Unternehmen sehr pragmatisch mit der Arbeit im Home-Office umgangen werde. «Die positiven Erfahrungen, die hier in der Pandemie gesammelt wurden, werden auch darüber hinaus nachwirken.»

Sie sei überzeugt davon, dass das Arbeiten im Homeoffice auch in Zukunft eine zentrale Rolle in unserer Wirtschafts- und Arbeitswelt spielen werde. «Was wir allerdings auf keinen Fall brauchen, ist zusätzliche Bürokratie.»

Selbstverständlich wolle man keine Abstriche beim Gesundheits- und Arbeitsschutz - auch im Homeoffice habe der Arbeitstag ein Ende, und das soll zweifelsohne auch so sein. «Deshalb gibt es bereits jetzt Regelungen zum Arbeitsschutz, die einzuhalten sind. Was langfristige Lösungen zum Homeoffice anbelangt, so müssen aus meiner Sicht an erster Stelle flexiblere Arbeitsmodelle und steuerrechtliche Fragen geregelt werden.» Die europäischen Rahmenbedingungen ermöglichten größere Spielräume für eine Flexibilisierung, die bisher mit dem deutschen Arbeitszeitgesetz aber nicht ausgeschöpft seien.

(dpa)

Südkorea lockert Beschränkungen trotz Rekordwert bei Neuinfektionen

05:30
18.02.2022
Trotz des explosiven Anstiegs der nachgewiesenen Infektionsfälle mit dem Coronavirus hat Südkorea die Kontaktbeschränkungen ein wenig gelockert.

Die täglichen Fallzahlen überschritten am Donnerstag erstmals seit Beginn der Pandemie 100 000, wie die Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten. Die Gesamtzahl der Fälle stieg demnach um 109 831 auf knapp 1,76 Millionen.

Die Regierung beschloss, dass die Betriebszeiten für Cafés und Restaurants um eine Stunde auf 22 Uhr verlängert werden können. Sie reagierte damit auf Proteste von Kleinbetrieben und Selbstständigen, die Umsatzverluste infolge schärferer Beschränkungen beklagt hatten. Die neuen Maßnahmen sollen am Samstag in Kraft treten und zunächst bis Mitte März gelten. Die Beschränkungen für private Treffen sollen jedoch weiterhin auf sechs Personen bestehen bleiben.

Die Behörden befürchten angesichts der heißen Wahlkampfphase für die Präsidentenwahl am 9. März, dass sich die Zahl er Infektionen weiter erhöht. Die Kandidaten für die Wahl ziehen bei ihren Freiluft-Kampagnen zum Teil große Menschenmengen an.

Südkorea war bisher im internationalen Vergleich gut durch die Pandemie gekommen. Durch die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante von SARS-CoV-2 hatten sich die Fallzahlen in den vergangenen Wochen um ein Vielfaches erhöht.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Südkorea mit seinen rund 52 Millionen Einwohnern lag aktuellen weltweiten Erhebungen verschiedener Institute zufolge bei 897,8. Der Wert gibt an, wie viele Menschen sich in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Menschen rechnerisch mit dem Virus angesteckt haben. Deutschland lag bei rund 1372.

(dpa)

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