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Israelische Daten: Viele Omikron-Ansteckungen trotz Vierfach-Impfung

13:35
17.02.2022
Daten aus Israel deuten auf einen eher geringen Zusatznutzen einer vierten Corona-Impfdosis beim Schutz vor Omikron-Ansteckungen hin. Bei Personal im Gesundheitswesen sind mit einer vierten Dosis eines mRNA-Impfstoffs zwar Antikörperspiegel wie kurz nach dem Booster wiederhergestellt worden, allerdings sind Durchbruchsinfektionen verbreitet gewesen, wie aus einem noch nicht von externen Fachleuten geprüften Paper eines israelischen Teams hervorgeht.

Die Effektivität der vierten Dosis mit Blick auf Schutz vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante wird von den Forschern mit 11 (Moderna) bis 30 Prozent (Biontech) angegeben im Vergleich zu Dreifachgeimpften. Wegen der angenommenen Wirkung gegen schwere Krankheit und Tod dürften laut den Autoren ältere und gefährdete Gruppen am ehesten von einer vierten Dosis profitieren.

Die Verläufe bei infiziertem Gesundheitspersonal waren laut der Untersuchung zwar meist sehr mild, der Großteil von ihnen wies jedoch relativ hohe Viruslasten auf. Laut den Autoren waren sie potenziell ansteckend. In ihrem Fazit schreibt das Team, die geringe Effektivität der vierten Dosis beim Verhindern milder oder asymptomatischer Omikron-Infektionen und das Infektionspotenzial der Betroffenen erhöhten die Dringlichkeit der Entwicklung von Impfstoffen der nächsten Generation. Insgesamt ließen die Daten vermuten, dass eine vierte Dosis die Immunität nicht zusätzlich steigert, sondern einfach Spitzenwerte wiederherstellt, heißt es.

In der Studie erhielt eine Gruppe von rund 150 Probanden das mRNA-Vakzin von Biontech/Pifzer als vierte Impfung, eine weitere mit etwa 120 Teilnehmern das von Moderna. Verglichen wurden die Ergebnisse mit Kontrollgruppen, die aus dreifach Geimpften bestanden. Der Abstand zwischen dritter und vierter Dosis betrug vier Monate. Zur Frage der Sicherheit heißt es in der Studie, dass die Ergebnisse auf ein Profil hindeuteten, das dem vorheriger Dosen wahrscheinlich ähnelt.

«Diese Daten aus Israel sprechen eher gegen 4. Impfung für alle», kommentierte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf Twitter. Der Immunologe Carsten Watzl schrieb: «Wenig Nutzen zur aktuellen Zeit mit aktuellem Impfstoff!» Er ergänzte aber, dass die Ergebnisse nicht unbedingt auf Menschen über 70 Jahre übertragbar seien.

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine zweite Auffrischimpfung seit kurzem für bestimmte Gruppen wie Menschen ab 70 Jahren, Pflegeheimbewohner sowie Immungeschwächte - frühestens drei Monate nach dem Booster. Frühestens sechs Monate danach wird sie auch Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen angeraten.

(dpa)

Großes Interesse an Corona-Sondersendungen

12:29
17.02.2022
Die Sondersendungen zu den geplanten Lockerungen in der Corona-Krise sind am Mittwochabend auf großes Zuschauerinteresse gestoßen. Im Ersten schalteten 4,62 Millionen (15,2 Prozent) um 20.15 Uhr die Sondersendung «ARD extra: Die Corona-Lage» ein. Zeitgleich verfolgten 2,11 Millionen (6,9 Prozent) das «RTL Aktuell Spezial: Corona-Krise - weniger Regeln, mehr Freiheit». Bereits um 19.20 Uhr holten sich 3,50 Millionen (13,3 Prozent) das «ZDF spezial: Corona-Krise - Deutschland öffnet» ins Haus.

Stärkstes Primetime-Format war der zweite Teil des ZDF-Taunuskrimis «Muttertag» mit Annika Kuhl und Tim Bergmann: 5,96 Millionen (20,0 Prozent) waren am Bildschirm dabei. Die ARD-Komödie «Eisland» mit Axel Prahl und Roland Kaiser bewegte 4,13 Millionen (13,9 Prozent) zum Einschalten. Mit der Sat.1-Show «Das große Promibacken» verbrachten 2,43 Millionen (8,9 Prozent) den Abend.

Die RTL-Datingshow guckten «Der Bachelor» 1,75 Millionen (6,1 Prozent). Den Regionalkrimi «Wilsberg: Aus heiterem Himmel» mit Leonard Lansink und Oliver Korittke wollten auf ZDFneo 1,58 Millionen (5,3 Prozent) sehen. Die ProSieben-Comedyshow «TV total» kam auf 1,23 Millionen (4,0 Prozent). Für die RTLzwei-Doku «Die Retourenjäger» konnten sich 970 000 Leute (3,3 Prozent) erwärmen.

Der Verschwörungsthriller «Verblendung» mit Daniel Craig und Rooney Mara lockte bei Kabel eins 890 000 Menschen (3,3 Prozent) vor den Bildschirm. Die Vox-Krimiserie «Bones - Die Knochenjägerin» mit Emily Deschanel und David Boreanaz hatte 830 000 Zuschauer (2,7 Prozent).

(dpa)

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