Der Grundschulverband sieht die Möglichkeit für ein Ende der Maskenpflicht an Grundschulen in «naher Zukunft». Der Vorsitzende Edgar Bohn verwies auf Nachfrage am Donnerstag auf eine Stellungnahme des Verbands zum Thema Masken in Grundschulen vom Dezember. Darin wurde erklärt, dass Erstklässler zum Lesen- und Schreiben-Lernen auch sehen müssten, wie Laute geformt werden. Sowohl sie als auch deren Lehrkräfte müssten daher «in bestimmten Phasen des Unterrichts ohne Maske lesen und schreiben lernen und lehren dürfen».
«Wenn also - und davon scheint die Politik auszugehen - in naher Zukunft die gesundheitlichen Gründe wegfallen, sind wir dafür, die Maskenpflicht in Grundschulen zu beenden», sagte Bohn zur aktuellen Entwicklung. Voraussetzung sei aber, dass diese Gründe des Gesundheitsschutzes tatsächlich wegfielen.
Nach der Vereinbarung von Bund und Ländern für eine schrittweise Aufhebung wesentlicher Corona-Beschränkungen bis zum Frühlingsbeginn am 20. März wird auch über die Maßnahmen an den Schulen diskutiert. Niedersachsen hat inzwischen angekündigt, die Maskenpflicht im Unterricht für Grundschüler ab dem 21. März aufzuheben. Nordrhein-Westfalen stellt sein Testverfahren an Grundschulen um: Tests sollen ab dem 28. Februar nicht mehr in der Schule, sondern drei Mal pro Woche zu Hause gemacht werden.