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Studie: Berufstätige Mütter in erster Corona-Welle besonders belastet

09:55
17.02.2022
Die Kita- und Schulschließungen während der ersten Corona-Welle haben einer Studie zufolge vor allem Mütter belastet.

Für beschäftigte Frauen mit Kindern bis zwölf Jahren stieg die für Job, Pendeln, Kinderbetreuung und Haushalt aufgewendete Zeit im Frühjahr 2020 um acht Stunden pro Woche, für Väter um nur drei Stunden, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Gleichzeitig sei die Lebenszufriedenheit der Frauen im Frühjahr 2020 gesunken.

Für die Studie hatten die Fachleute im November und Dezember 2020 etwa 11 000 Beschäftigte befragt. Demnach wirkte sich die Corona-Pandemie gleichermaßen auf männliche und weibliche Beschäftigte aus. In früheren Rezessionen wie der Finanzkrise 2009 seien Männer oft stärker vom Arbeitsausfall betroffen gewesen.

«In der Covid-19-Pandemie waren viele Dienstleistungsbranchen mit traditionell hohem Frauenanteil ungewöhnlich stark betroffen, wie Gastronomie und Unterhaltung», erläuterte IAB-Forscherin Hannah Illing. So seien im Mai 2020 mehr als 40 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit Frauen gewesen. Im Mai 2009, während der Finanzkrise, habe ihr Anteil nur bei etwa 20 Prozent gelegen.

Viele Frauen arbeiteten aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen, wo es im Zuge der Corona-Krise kaum Arbeitsausfall gegeben habe. Dadurch sei der Arbeitsausfall in den verschiedene Branchen während der Pandemie unter dem Strich weitgehend geschlechtsneutral gewesen.

(dpa)

75 Prozent der deutschen Bevölkerung nun grundimmunisiert

09:54
17.02.2022
Im Kampf gegen das Coronavirus sind nun drei Viertel der deutschen Bevölkerung grundimmunisiert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag haben mindestens 62,4 Millionen Menschen oder 75 Prozent der Bevölkerung einen Grundschutz erhalten, für den meist zwei Spritzen nötig sind.

«Diese Quote ist leider viel zu niedrig, um Schutzmaßnahmen weitgehend abzuschaffen. Lasst euch deshalb bitte impfen/boostern, wenn ihr die Möglichkeit habt», schrieb das RKI auf Twitter. Von den am Mittwoch verabreichten 175 000 Impfdosen führten 40 000 zu einer Grundimmunisierung - 122 000 Dosen wurden als Auffrischungsimpfungen gespritzt.

Insgesamt haben 46,5 Millionen Personen (55,9 Prozent) mindestens eine Auffrischungsimpfung erhalten. Eine Impfdosis haben 63,3 Millionen Menschen oder 76,2 Prozent der Bevölkerung bekommen. 19,8 Millionen Menschen sind ungeimpft. Das entspricht 23,8 Prozent der Bevölkerung. Für vier Millionen von ihnen (4,8 Prozent) ist allerdings bisher kein Impfstoff zugelassen, weil sie vier Jahre oder jünger sind.

Das RKI weist seit längerem darauf hin, dass die ausgewiesenen Zahlen als Mindestimpfquoten zu verstehen sind. Eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem könne nicht erreicht werden. Das RKI geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt als auf dem Dashboard angegeben.

(dpa)

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