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DGB pocht auf Regeln für Homeoffice auch nach dem 20. März

09:54
17.02.2022
DGB-Chef Reiner Hoffmann hat rasch Klarheit über die Möglichkeiten für Homeoffice auch nach dem geplanten Wegfall der meisten Corona-Auflagen im März gefordert.

«Da wir in der Pandemie leider noch lange nicht über den Berg sind, sollten die Möglichkeiten für Arbeit im Homeoffice weiterhin ein Element des betrieblichen Infektionsschutzes bleiben», sagte Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Wir brauchen aber auch langfristige Lösungen, für die die Weichen jetzt gestellt werden sollten», forderte Hoffmann.

«Homeoffice sollte für die Millionen Beschäftigten, die auch im künftigen Normalbetrieb zeitweise im Homeoffice arbeiten wollen, leichter ermöglicht werden», so der DGB-Chef.

Bund und Länder hatten den Wegfall aller tiefgreifenderen Schutzmaßnahmen ab dem 20. März beschlossen. Die nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtenden Homeoffice-Regelungen sollen entfallen. «Arbeitgeber können aber weiterhin im Einvernehmen mit den Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice anbieten, wenn keine betrieblichen Gründe entgegenstehen und diese im Interesse des betrieblichen Infektionsschutzes liegt», heißt es in dem Bund-Länder-Beschluss weiter.

Hoffmann forderte die Bundesregierung auf, das «Homeoffice der Zukunft» rasch durch klare Regeln zu unterstützen. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz solle dabei fürs Homeoffice verbindlich geregelt werden. «Dafür sind pragmatische Wege im Interesse der Beschäftigten denkbar, die zugleich die Arbeitgeber nicht überfordern», sagte Hoffmann. Aus den Erfahrungen der Pandemie heraus sollten die besonderen Belastungen der Arbeit im Homeoffice berücksichtigt werden.

«Wichtig ist, dass die Beschäftigten die Möglichkeiten der Digitalisierung nach ihren Bedürfnissen besser nutzen können», so der DGB-Chef. Vor Entgrenzung, Überwachung, Überforderung oder schlechter Ergonomie sollten sie geschützt werden.

(dpa)

Hongkong will positiv Getestete in Hotels isolieren

09:52
17.02.2022
 Trotz weiterhin rasant steigender Corona-Fälle versucht Hongkong, an seiner «Null-Corona-Strategie» festzuhalten. Allein am Donnerstag meldeten die Behörden 6116 weitere Infektionen. Die hohen Fallzahlen haben zu einer Überlastung von Krankenhäusern und Quarantäneeinrichtungen geführt, da nach den derzeitigen Regeln jeder Infizierte isoliert werden muss.

Um weiteren Raum zu schaffen, hatte Regierungschefin Carrie Lam am Mittwoch angekündigt, dass mindestens 10 000 Hotelräume gebucht werden sollen, um Patienten mit keinen oder nur geringen Symptomen unterzubringen. Zudem wurde erwogen, 3000 öffentliche Neubauwohnungen zur Unterbringung von Infizierten zu nutzen. Kritiker bezweifelten jedoch, dass die zusätzlichen Kapazitäten ausreichen werden. Gesundheitsexperten warnten, dass die Zahl der täglichen Corona-Fälle bis Mitte März pro Tag auf 28 000 steigen könnten.

Wie die Hongkonger «South China Morning Post» berichtete, werde zudem erwogen, die gesamte Bevölkerung der chinesischen Sonderverwaltungsregion zu testen. Demnach könnte jeder der rund 7,5 Millionen Hongkonger in den kommenden Wochen gleich drei Mal auf das Virus getestet werden.

Nach zwei Jahren weitgehend erfolgreicher Vorbeugung gegen das Virus erreichte die Zahl neuer Infektionen in Hongkong in den vergangene Tagen immer neue Rekordwerte. Dennoch forderte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am Mittwoch dazu auf, «alle notwendigen Maßnahmen» zu treffen, um das Virus wieder einzudämmen. Anders als Hongkong hat China seine Null-Covid-Politik bisher weitgehend erfolgreich verfolgen können.

(dpa)

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