Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen dringt auf weiter nötige Schutzvorkehrungen beim geplanten schrittweisen Wegfall von Corona-Beschränkungen.
«Die aktuelle Lage erlaubt Lockerungen, aber keinen Leichtsinn. Eine Trendumkehr ist jederzeit möglich», sagte der Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. «Dem Virus ist unser Kalender egal.» Die Länder bräuchten für den Frühling einen flexiblen Maßnahmenkatalog für eine mögliche Verschlechterung der Lage. Dafür müssten im Bundestag die rechtlichen Grundlagen bis zum 20. März geschaffen werden.
Dahmen erläuterte, für regionale Corona-Ausbrüche brauche es ein breites Instrumentarium. «Die Maskenpflicht allein reicht dafür nicht aus.» Dann müssten auch Zugangsbeschränkungen schnell reaktiviert werden können. Insgesamt sei es richtig, mit einem Stufenplan für Planbarkeit und Perspektive zu sorgen. Parameter wie die Hospitalisierungsrate oder die Anzahl der betreibbaren Betten blieben für die Umsetzung der geplanten Öffnungsschritte entscheidend.
«Mit Vorsicht und Umsicht kann ein Frühling mit mehr Freiheit gelingen», sagte der Grünen-Politiker. Für eine dauerhafte Rückkehr zur Freiheit werde aber eine allgemeine Impfpflicht gebraucht. «Ohne Impfpflicht könnten wir im kommenden Winter ein unerfreuliches Déjà-vu erleben. Das wir sollten wir alle gemeinsam verhindern.»
Bund und Länder hatten am Mittwoch einen Plan für schrittweise Öffnungen bis hin zu einem möglichen Ende aller einschneidenden Auflagen am 20. März vereinbart. Danach soll aber ein «Basisschutz» mit bestimmten Maßnahmen möglich bleiben. Dafür wird eine bundesweite Rechtsgrundlage angestrebt, wenn die bestehende am 19. März ausläuft.
(dpa)