Letztes Update:
20220212181113

Inzidenz steigt über 1600 - Weniger Covid-Patienten in Kliniken

16:01
12.02.2022
Das Coronavirus breitet sich in Baden-Württemberg weiter aus, führt aber gleichzeitig nicht zu einer Eskalation der Lage in den Kliniken. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen stieg am Samstag (Stand: 16.00 Uhr) auf 1611,4 - nach 1584,9 am Freitag, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Damit verzeichnete die Behörde 22 449 Infektionsfälle mehr als am Tag zuvor. Damit stieg die Zahl registrierter Fälle seit Beginn der Pandemie auf 1 712 514. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile 13 899 Menschen gestorben. Das waren 4 mehr als am Vortag.

Auf den Intensivstationen im Land wurden am Samstag 287 Covid-Patientinnen und -Patienten behandelt. Das sind fünf weniger als am Freitag. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ging ebenfalls leicht zurück - um den Wert 0,1 auf 7,2. Die Zahl gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in eine Klinik kamen. Laut einer Schätzung des Landesgesundheitsamts, die den bestehenden Meldeverzug berücksichtigt, steigt aber die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Corona-Infizierten bereits seit Tagen deutlich an.

Die tatsächlichen Fallzahlen dürften derzeit zudem deutlich höher liegen. Von den in der Woche bis zum 6. Februar landesweit ausgewerteten PCR-Tests war den Angaben zufolge mehr als jeder zweite positiv (53,4 Prozent). Zum Ende des Jahres 2021 hatte der Anteil der positiven Proben noch bei unter 30 Prozent gelegen. Je höher die Positivrate ausfällt, desto größer dürfte laut Experten die Dunkelziffer der unerkannten Infektionen sein.

Ein weiterer Faktor dürfte der Meldeverzug bei den Gesundheitsämtern sein. Wie der Landkreistag am Freitag mitteilte, haben derzeit mehrere Gesundheitsämter in Baden-Württemberg Probleme mit der Software zur Übertragung von Corona-Fällen.

(dpa/lsw)

Karneval hybrid - Venedig feiert Traditionsfest unter Corona

13:25
12.02.2022
Kultur unter Corona: Der für seine Kostüme und Masken weltberühmte Karneval in der norditalienischen Lagunenstadt Venedig ist in diesem Jahr hybrid. Am Samstag begannen die ersten Events rund um das bis zum 1. März laufende Traditionsfest. «Remember the future» (Erinnere dich an die Zukunft) lautet das Motto dieses zum dritten Mal unter Corona-Bedingungen gefeierten Karnevals. Die Veranstalter entzerrten das Fest und organisierten nach eigenen Angaben auf den Inseln der Lagune, dem Festland und in der Altstadt eine Reihe pandemiegerechter Events.

Für Konzerte, Aufführungen in Theatern oder Ausstellungen gilt die 2G-Regel: Wer also vor Ort dabei sein will, braucht das Corona-Impfzertifikat oder einen Genesungsnachweis. Der Karneval will in diesem Jahr allerdings auch für sein internationales Publikum erreichbar sein. Online können Interessierte einige Events im Livestream mitverfolgen.

Coronabedingt sagten die Organisatoren allerdings einige traditionelle Veranstaltungen ab, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Darunter fällt auch der «Engelsflug», bei dem eine Frau in prunkvollem Kostüm an einem Drahtseil über dem berühmten Markusplatz schwebt. Ab Sonntag darf die Polizei außerdem im historischen Zentrum Fußgänger umleiten oder zeitweise Straßen sperren, wenn an einem Ort zu viele Menschen sind.

Bei sonnigem Wetter tummelten sich am Samstagmittag bereits zahlreiche Leute auf dem bei Touristen beliebten Markusplatz - quasi ein Gradmesser dafür, wie viel in der Stadt los sein könnte. Der Karneval mit seinen Maskenbällen, Gondel-Paraden und Feuerwerken gehört zu den wichtigsten Festen Venedigs. Ein völlig anderes Bild 2021: Damals lief er rein digital ab. In Italien galten damals strenge Corona-Regeln mit nächtlichen Ausgangssperren und limitierten Öffnungszeiten für Bars und Restaurants.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden