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Streeck gegen Unterschiede zwischen Geimpften und Ungeimpften

08:29
11.02.2022
Der Bonner Virologe Hendrik Streeck plädiert im Kampf gegen Corona für die Abschaffung von Unterschieden zwischen Geimpften und Ungeimpften.

«Wir müssen vorsichtig zur Normalität zurück. Da darf es aus meiner Sicht keinen Unterschied zwischen Geimpften und Ungeimpften mehr geben», sagte er dem «Münchner Merkur» (Freitag). «Doppelt Geimpfte übertragen das Virus wie Ungeimpfte. Das ändert sich mit der Boosterung ein wenig, aber gesichert nur für ein paar Monate. Daher muss man sich generell die Frage stellen, ob man an den G-Regeln festhalten will.»

Für den Sommer hält er eine Abschaffung von Corona-Maßnahmen wie der Maskenpflicht für wünschenswert. «Ich plädiere für einen Sommer-Modus und für einen Winter-Modus. Im Sommer könnten wir daher auf Maßnahmen verzichten, im Herbst und Winter wiederum müssten Maßnahmen sein. Ich vergleiche das gerne mit Sommer- und Winterreifen-Modus.»

Streeck betonte, auch eine überstandene Corona-Infektion schütze danach eine Zeitlang gut gegen das Virus: «Ich sag es mal so: 26 europäische Länder sehen den Genesenenstatus bei mindestens 6 Monaten. Ich glaube nicht, dass sich die Wissenschaftler aller dieser Länder irren. Ich plädiere dafür, Genesene und Geimpfte gleichzusetzen.» Er selbst gehe allerdings «lieber mit einer Dreifach-Impfung in eine Infektion», betonte er.

(dpa)

FDP-Fraktionschef Dürr: Zeitplan bei allgemeiner Impfpflicht bleibt

08:00
11.02.2022
FDP-Fraktionschef Christian Dürr geht davon aus, dass der Zeitplan für Entscheidungen über eine allgemeine Impfpflicht nicht geändert werden muss.

«Wir werden den Zeitplan einhalten, also am Ende dieses ersten Quartals eine Entscheidung treffen», sagte Dürr am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin». Dazu seien mehrere Gruppenanträge unabhängig von Fraktionsgrenzen in Arbeit. Wichtig sei dabei eine sehr gute Begründung einer Impfpflicht, weil sie eine Freiheitseinschränkung sei.

Dürr sprach sich zugleich erneut dafür aus, für weitere Lockerungsschritte nicht erst den 19. März abzuwarten, wenn nach Gesetzeslage die Frist für Corona-Schutzmaßnahmen ausläuft. Man sollte nun schrittweise öffnen, um einen «gleitenden Übergang» zu schaffen, sagte Dürr mit Blick auf die nächste Bund-Länder-Runde in der kommenden Woche.

Als erstes sollten die 2G-Regeln im Einzelhandel, Kontaktnachverfolgungen und Kontaktbeschränkungen für private Treffen fallen. Dürr geht zudem davon aus, dass die Maskenpflicht etwa in Verkehrsmitteln noch länger bestehen bleibt.

(dpa)

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